Brandursache unklar 

50 000 Euro Sachschaden bei einem Scheunenbrand in Westuffeln 

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Hoher Schaden: Die Scheunendurchfahrt und Teile der darüberliegenden Wohnung nahmen bei dem Hausbrand Schaden. Der Bereich in welchem das ältere Paar lebt blieb bis auf Verrauchung unversehrt.

Westuffeln. Die Tordurchfahrt einer Scheune in Westuffeln fing aus bislang ungeklärten Gründen Feuer. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt. 

Aktualisiert am 31.10.2018 um 13 Uhr: 

Mit ihrem schnellen Einsatz hat die Feuerwehr am Dienstagabend in Westuffeln Schlimmeres verhindert: In einem Fachwerkhaus an der Kasseler Straße brannte eine Scheunendurchfahrt. Die Flammen breiteten sich auf die Fassade und eine Wohnung aus. Das Übergreifen auf angrenzende Gebäude verhinderten etwa 50 Wehrleute aus Westuffeln, Obermeiser und Calden. 

Wie gestern schon kurz gemeldet, gab es keine Verletzten. Hausbewohner hatten den Brand gegen 18 Uhr bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Sie brachten sich rechtzeitig in Sicherheit. Bei dem Gebäude handelte es sich um ein Fachwerkhaus mit einer integrierten Scheune. Das Haus ist Teil eines früheren Bauernhofes. 

Aus bisher unerklärten Gründen war das Feuer in dem Durchgangsbereich ausgebrochen. Den nutzten die Eigentümer als Abstellkammer. Scheunentore ermöglichen dort den Zugang zum Hof. Die Tore waren geschlossen. Deshalb griff das Feuer durch einen Schlitz oberhalb des Tores auf die Fassade über. Aufgrund der Hitzeentwicklung platzten die Fensterscheiben der darüberliegenden Wohnung und Teile des Bodens wurden zerstört. Diese Wohnung ist derzeit unbewohnt. 

Flammen suchten sich Weg nach oben: Nicht nur der Durchfahrtsbereich, sondern auch die Wohnung darüber wurde zerstört.

„Der gesamte Bereich war mit einer Holzvertäfelung versehen, die wir komplett heruntergerissen haben“, erklärte Einsatzleiter Kevin Klinge. Die Brandursache konnte bislang nicht geklärt werden: „Wir konnten nur sehen, dass es an der linken Seitenwand der Durchfahrt losging“, erklärte Klinge. 

Die Wohnung der beiden 85-Jährigen Hausbewohner auf der anderen Hausseite blieb verschont. Sie war verraucht und wurde von der Feuerwehr gelüftet. Um mögliche Glutnester zu finden, entfernten Feuerwehrleute in der Wohnung über der Durchfahrt Teile des hölzernen Fußbodens. Die Nacht verbrachten die beiden betagten Bewohner bei ihrem Sohn in Westuffeln. Nur schweren Herzens hätten sie ihr Heim verlassen. 

Der Dachboden war mit Strohsäcken ausgelegt. Hätten die Flammen dort übergegriffen, wäre der Schaden weitaus größer gewesen. Auch die Fotovoltaikanlage auf dem Dach wurde nicht beeinträchtigt. „Die Anlage wurde sofort vom Netz genommen“, berichtet der Einsatzleiter. Nach Schätzungen der Polizei liegt die Schadenshöhe bei 50 000 Euro. Die Kasseler Kriminalpolizei ermittelt in alle Richtungen. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung gab es am Mittwoch nicht.

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