Schlägereien allerdings die Ausnahme

Calden: Alkohol häufig Ursache für Streit in Flüchtlingsunterkunft

Calden. Alkohol ist häufig die Ursache für Streitigkeiten in der Caldener Flüchtlingsunterkunft. Das bestätigt Stefan Rüppel, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Nordhessen, auf HNA-Anfrage.

Dass Auseinandersetzungen in Schlägereien ausarten, wie am 11. Dezember (wir berichteten), sei jedoch die Ausnahme.

Lesen Sie dazu auch:

- Großeinsatz in Zeltstadt Calden: Massenschlägerei mit 14 Verletzten

- Polizei nimmt betrunkene Flüchtlinge in Calden fest

- Kommtenar zu Alkohol in Caldener Flüchtlingsunterkunft

Alkohol ist in der Flüchtlingsunterkunft verboten, kontrolliert wird das laut Rüppel aber nicht. „Die Bewohner können nicht mit einem Kasten Bier unterm Arm reingehen.“ Wenn sie aber Flaschen in Taschen verstauten, bemerke das niemand. „Dort hat gar keiner die Befugnis, Rucksäcke zu kontrollieren."

Dem entgegen steht die Aussage des Regierungspräsidiums (RP). Sprecher Michael Conrad sagt, dass kontrolliert werde, ob die Flüchtlinge Alkohol mit in die Unterkunft nehmen. „Sie finden aber einen Weg, Getränke reinzubringen oder sie trinken eben draußen.“ Wenn Alkohol gefunden wird, werde er einkassiert und vernichtet. „Wir wollen Konflikte vermeiden und dazu gehört, Alkohol innerhalb der Unterkunft zu verbieten. Wir haben aber keinen Einfluss darauf, was die Menschen außerhalb des Lagers tun.“ Die Mehrheit würde aus religiösen Gründen sowieso nicht trinken. Eine Patentlösung für das Problem hat aber weder das RP noch die Polizei.

Insgesamt haben sich die Polizeieinsätze in der Caldener Unterkunft verringert. Die Hofgeismarer Beamten werden laut GdP täglich ein- bis zweimal zu kleineren Einsätzen gerufen, vor einiger Zeit waren es drei bis vier pro Tag. „Die Lage hat sich etwas verbessert“, sagt Stefan Rüppel.

Schon länger besteht der Eindruck, dass einge der Flüchtlinge in Calden viel und oft trinken. Es gibt Gruppen, die vor den Geschäften Alkohol konsumieren. Tankstellenmitarbeiter bestätigten dies: „Täglich kommen Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung und kaufen starken Alkohol.“

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.