Anlieger schaffen Attraktion am Caldeplatz

Arbeit mit dicken Balken: Friedhelm Schaub (links) bereitete die Fachwerkkonstruktion vor, zur Seite stand ihm auch Frank Stöpel.

Calden. Geplant, gewerkelt, gemalt - die Anwohnergemeinschaft Caldeplatz in Calden will die Öffentlichkeit und sich selbst mit einer weihnachtlichen Attraktion beschenken.

Nach mehrwöchiger Vorarbeit geht es heute ans Eingemachte. Auf der vor wenigen Jahren von der Gemeinde neu gestalteten Fläche bei der Einmündung Wilhelmsthaler Straße/Hohler Weg bauen die Nachbarn fast in Originalgröße das einstige Waterhüseken mit neuer Bestimmung wieder auf: als Weihnachtskrippe der Marke Eigenbau.

Baggern in den Weg gestellt

Das frühere Pumpenhäuschen zur Sicherstellung der Wasserversorgung im Ort war vor vier Jahrzehnten nach technischen Neuerungen nicht mehr benötigt und abgerissen worden.

Heftiger Widerstand von Nachbarn, allen voran Heimatkundler Willi Krug, der sich den Baggern in den Weg gestellt haben soll, half nichts.

Heilige Familie wartet auf Einzug: Heute beziehen die von den Anwohnern, hier (von links) Anna-Lena Stöpel, Anita Schaub und Monika Backhausen, selbst geschaffenen Krippenfiguren (hier noch im Wintergarten) das wiederaufgebaute Waterhüseken am Caldeplatz. Foto: Binienda-Beer

Aus traditionellem Fachwerk, genau wie einst das Waterhüseken, soll nun der Nachbau beinahe in Originalgröße errichtet werden. Fachliche Beratung bei den Vorarbeiten leistete Zimmerermeister Gerd Sommerlade aus der Nachbarschaft. Als Baumeister hat sich Anwohner Friedhelm Schaub, gelernter Maurer und langjähriger Grebensteiner Bauhofleiter, mächtig ins Zeug gelegt. Von etlichen Familien rundum bekam er wertvolle Unterstützung.

Wieder abbaubar

Gemeinsam wollen die Anlieger heute, Samstag, ab 10 Uhr die passend geschnittenen Balken und die bereits vorbereitete Dachkonstruktion zu einem neuen, nach dem Fest aber wieder abbaubaren Häuschen zusammenfügen. Schaub hatte mit einer Haussammlung bei Privat- und Geschäftsleuten in der Wilhelmsthaler Straße auch das nötige Geld gesammelt. Der Materialwert für das Projekt beträgt rund 1000 Euro. Für die außergewöhnliche Krippe werkelten und bemalten die Anlieger aus Multiplexplatten Maria und Josef, Ochs und Esel, alle in Lebensgröße. Und obendrein eine Gans: in Erinnerung an das Federvieh, das hier einst an der Calde anzutreffen war. Ein geschweifter Stern auf dem Dach der Hütte wird das Werk stimmungsvoll beleuchten.

Nur der Mittelpunkt der Szenerie, das Jesuskind in Gestalt einer Babypuppe, lässt noch bis Heiligabend auf sich warten. „Sonst wär’s ja ne Frühgeburt“, scherzen Schaub und seine Helfer. (dbb)

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