Marburg und Wetzlar betroffen

Aufnahmestopp: Krankheitsfälle in Flüchtlingsunterkünften

Marburg/Calden. Zwei Fälle von Windpocken und Hepatitis könnten Hessens volle Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende zusätzlich belasten.

Denn vorerst kommen in den betroffenen Zeltdörfern nicht mehr so viele Menschen unter wie geplant.

Für zwei Flüchtlingsunterkünfte von Hessens Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende gilt derzeit ein Aufnahmestopp wegen Ansteckungsgefahr. Nach einem Windpocken-Fall in Marburg dürfe dort niemand aufgenommen werden, der nicht sicher gegen die Krankheit immun sei, sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

In Wetzlar gab es einen Fall von Hepatitis A, der ebenfalls zu einem Belegungsstopp führte. "Der Betroffene wird derzeit im Krankenhaus behandelt. In Absprache mit dem Gesundheitsamt werden alle Kontaktpersonen vorsorglich geimpft." Der Marburger Patient sei auf die Krankenstation in Gießen verlegt worden. Eine Ärztin in Marburg beobachte, ob es Ansteckungen unter den rund 330 Bewohnern gebe.

Der Aufnahmestopp könnte eine stärkere Belastung für die anderen Unterkünfte von Hessens Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge bedeuten. Die sind derzeit voll, Asylsuchende müssen daher auch an mehreren Standorten in Zelten unterkommen - darunter sind die von den beiden Krankheitsfällen betroffenen Zeltdörfer im mittelhessischen Marburg und Wetzlar. Daneben wurden in Limburg, Kassel-Calden und Gießen Zelte als Notunterkünfte errichtet.

Auch am Gießener Standort der Erstaufnahmeeinrichtung gibt es nach Angaben des Regierungspräsidiums Fälle von Windpocken. Hier könnten aber weiterhin neue Asylsuchende aufgenommen werden, da es dort Möglichkeiten gebe, Kranke separat unterzubringen.

dpa/lhe

Rubriklistenbild: © dpa

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