Landkreis-Impfzentrum hat Betrieb aufgenommen

Auftakt mit 87 Impfungen: Entspannter Start in Calden

Medizinerin gibt Mann Spritze im Impfzentrum Calden
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In einer der über 30 Impfkabinen in Calden: Heinrich Schaumburg (84) aus Fuldabrück-Bergshausen (hinten seine Begleitung) erhält die Moderna-Spritze von Nicole Stahl (Rettungssanitäterin mit Impfberechtigung).

Winterliches Wetter hat den Start im Corona-Impfzentrum des Landkreises in Calden am Dienstag nicht ausgebremst. 90 Termine waren für den ersten Tag vergeben worden, meist an Menschen über 80.

Calden - Davon wurden 87 von Impfwilligen aus allen Kreisteilen wahrgenommen, oft in Begleitung. Es habe nur drei Absagen gegeben, zog Kreissprecher Harald Kühlborn am Dienstagabend gegenüber der HNA Bilanz.

Nach den ergiebigen Schneefällen waren die Zufahrten und die Parkplätze am Impfzentrum auf dem alten Flughafengelände mit schwerem Gerät geräumt worden, um den Ablauf nicht zu gefährden. Das Impfzentrum hat täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die ersten Impfwilligen waren am Dienstag schon um 8.15 Uhr vor Ort, ergänzte Kühlborn.

Sie hatten bei der Anreise wegen der unvorhersehbaren Straßenverhältnisse auf Nummer sicher gehen wollen. Generell gilt allerdings: Wer früher kommt, kommt deshalb nicht früher dran. Es reicht also, kurz vor dem eigenen vereinbarten Termin am Impfzentrum zu sein.

Die Termine zum Start waren so gestreckt worden, dass möglichst wenige Menschen gleichzeitig in dem weitläufigen Gebäudekomplex waren. „Die Leute waren sehr entspannt“, sagte Kühlborn. Viele seien vom schnellen Ablauf überrascht gewesen.

Den bezeichnete Kühlborn als weitgehend reibungslos. Es habe positive Rückmeldungen gegeben, Probleme oder stärkere Reaktionen auf die Impfungen seien ihm nicht bekannt. Man habe natürlich geschaut, was man noch verbessern könne, und werde entsprechend noch einige Kleinigkeiten ändern.

Auf einige Wünsche konnte man auch spontan reagieren: So wurden die Termine eines Ehepaares, die am Starttag einige Stunden auseinanderlagen, zusammengelegt. „Das können wir aber nur machen bei Terminen, die an einem Tag liegen“, erklärte Kühlborn.

Die Problematik auseinanderliegender Termine betrifft in der Regel Paare, die ihre Impfungen vor dem 5. Februar vereinbart haben. Seitdem bietet das Land eine Vergabe auch paarweise für Menschen an, die bereits jetzt in der Impfreihenfolge an der Reihe sind.

Mit 90 Impfungen täglich soll es vorerst im Caldener Zentrum weitergehen. Anders als zum Start ist nach dem Wintereinbruch wohl auch wieder eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Kassel Airport möglich. Ein Shuttlebus von dort zum Zentrum und zurück werde dann enstprechend den Betrieb aufnehmen, so Kühlborn. (Matthias Müller)

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