Zeltstadt am alten Flughafen

Behörde prüft Funknetz für Caldener Flüchtlinge

Blick in die Zeltstadt auf dem alten Caldener Flugplatz.

Calden. Viele Spenden sind in kurzer Zeit in der Flüchtlingsunterkunft in Calden angekommen. Dolmetscher bieten ihre Hilfe an. Und auch Wlan soll es geben.

Dass die zahlreichen Spenden an der richtigen Stelle ankommen, ist einerseits den Spendern zu verdanken, aber auch den zahlreichen Freiwilligen, die die Sachen sichten, sortieren, in Kartons verpacken und an die bedürftigen Menschen ausgeben. „Diese Aufgabe beschäftigt uns jeden Tag mehrere Stunden“, sagt Michael Wehmeyer, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Hofgeismar. Gestemmt wird die Arbeit fast ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern und einer Festangestellten, die die Freiwilligen koordiniert.

Eine sogenannte Freifunk-Community will sich jetzt sogar dafür einsetzen, dass in der Caldener Flüchtlingsunterkunft Wlan installiert wird. Ob das möglich ist, entscheidet das Regierungspräsidium Gießen. „Wir haben den Vorschlag erst Anfang der Woche auf den Tisch bekommen“, sagte Gabriele Fischer, Sprecherin der Behörde. „Wir müssen nun mit Blick auf die Datensicherheit prüfen, ob Internet in der Unterkunft sinnvoll ist. Für die in der Zeltstadt lebenden Menschen wäre es von großem Vorteil. „Sie könnten so den Kontakt zu Freunden und Verwandten besser halten und sich über ihr Heimatland informieren“, sagt Fischer.

Geldspenden sind laut Michael Wehmeyer vom DRK-Kreisverband Hofgeismar wenige eingegangen. „Die Asylsuchenden können sowieso eher Sachspenden gebrauchen“, sagt er.

Wer spendet, sollte darüber nachdenken, welche Sachen er abgibt. „Bettwäsche, Decken und Kissen können wir zum Beispiel gar nicht gebrauchen“, erklärt Wehmeyer. Das liege daran, dass die Flüchtlinge in ihrer Unterkunft alle mit den gleichen Sachen ausgestattet seien. „Jeder schläft dort mit der gleichen Decke. Das soll auch so bleiben“, sagt Wehmeyer. Auch nicht gebrauchen könnten die Menschen in der Flüchtlingsunterkunft Kleinteile wie Puzzles.

Was dagegen sehr gern genommen werde, seien Puppen, Stofftiere und größeres Spielzeug wie Plastikautos.

Lesen Sie auch

- Zeltstädte: Angst vor dem Winter

- Über 700 Flüchtlinge bereits über Caldener Flughafen ausgeflogen

- Flugplatz Calden: Zeltstadt für Flüchtlinge wächst im Eiltempo

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.