Beschuldigte in Untersuchungshaft

Bluttat in Calden: Das Motiv ist weiterhin unklar

Calden. Die Ermittlungen zur Bluttat in Calden, bei der ein Sicherheitsmitarbeiter der Erstaufnahmeeinrichtung seinen Kollegen erschossen haben soll, sind noch nicht abgeschlossen.

„Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft der Justizvollzugsanstalt in Kassel“, erklärt Götz Wied, Sprecher der Kasseler Staatsanwaltschaft auf HNA-Anfrage. Zum Motiv und wann eine mögliche Anklage erhoben werden soll, wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht äußern.

Gegen den mutmaßlichen Täter wird wegen des Verdachts des Mordes ermittelt. „Für einen Mord sieht das Gesetz die Verhängung lebenslanger Freiheitstrafe vor“, so Wied.

Unterdessen widerspricht das Land Vorwürfen, die Mitarbeiter des Lagers nach der Tat gemacht hatten: Sie berichteten von unhaltbaren Zuständen, Drogen und Mobbing im Lager. „Die im Rahmen Ihrer Berichterstattung wiedergegebenen Vorwürfe können nach unseren Recherchen nicht bestätigt werden“, sagt Axel Marbach, Sprecher des zuständigen Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen. Sowohl das Land als auch das für Erstaufnahmen zuständige Unternehmen Pond hätten Seit Jahresanfang Kontrollteams, die Einrichtungen prüften. Das hänge aber nicht mit der Bluttat zusammen. 

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Rubriklistenbild: © Archivfoto: Ziemann

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