Brand in Flüchtlingsunterkunft: Ermittlungen in Calden starten Montag

Wird ab Montag abgetragen: Die Containeruine auf dem alten Flugplatz in Calden. Seit dem Brand in der Flüchtlingsunterkunft wird sie von der Polizei bewacht. Foto: Gehlen

Calden. Die Ermittlungen zur Ursache des Brandes in der Caldener Flüchtlingsunterkunft sollen am Montag beginnen. Das teilte Polizeisprecher Jürgen Wolf auf HNA-Anfrage mit.

Bei dem Feuer vor drei Wochen wurden 19 Menschen verletzt, rund 120 Asylbewerber verloren ihr Hab und Gut. Die Ermittler hoffen bereits für kommenden Dienstag auf ein zumindest vorläufiges Ergebnis.

Abgesehen von einer ersten, äußeren Besichtigung am Folgetag des Brandes mussten die Ermittler die Suche nach der Ursache bisher ruhen lassen. In den Containern, in denen das Feuer gewütet hatte, droht Einsturzgefahr.

Weil die Unterkunft eine öffentliche Einrichtung sei, müsse die Firma zum Abtragen der Containerruine per Ausschreibung ermittelt werden, so Wolf. „Wir schauen, welche Firma überhaupt das nötige Know-how besitzt und holen Angebote ein“, erklärt Axel Marbach vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH). In Calden habe man es mit einem immensen Schaden zu tun, wie hoch genau der finanzielle Aufwand ausfalle, sei vor Beginn der Arbeiten am Montag noch nicht abzuschätzen.

Die Polizei hatte nach dem Feuer einen Anschlag von außen schnell ausgeschlossen. Die ausgebrannten Container würden nun von der zuständigen Firma in Absprache mit der Polizei abgetragen. „Wir sind federführend“, sagt Jürgen Wolf. Unterstützt werden die Ermittler des Nordhessischen Polizeipräsidiums vom hessischen Landeskriminalamt.

Die lange Zeit zwischen Brand und Ursachenermittlung mache keinen Unterschied, so der Polizeisprecher. Solche Fälle gebe es häufiger.

Die Brandstelle sei nach dem Feuer abgesperrt und seitdem rund um die Uhr von der Polizei bewacht worden, so dass sie unverändert sei. Auch Wind und Wetter hätten im Caldener Fall keine Auswirkungen auf die Ergebnisse der Ermittlungen zur Brandursache.

Feuer in Caldener Erstaufnahme

Lesen Sie auch: 

- Feuer in Caldener Erstaufnahme: Wie 120 ihren letzten Besitz verloren

- Nach Feuer in Erstaufnahme: 21 Verletzte, darunter drei Brandschützer

- Beim Großbrand in Caldener Erstaufnahme war das Wasser knapp

- Nach Brand: Containerabbau in Calden dauert Wochen

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.