Teams aus ganz Deutschland

Bundesweites Studentenreitturnier in Fürstenwald bringt Sport und Party

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Herausforderung: Alle Teilnehmer mussten völlig fremde Pferde reiten, wurden aber von deren Besitzern eingewiesen.

Calden. Wer am bundesweiten Studentenreitturnier in Fürstenwald teilnahm, musste vor allem eins sein: Sattel- und trinkfest.

Von Donnerstagabend bis Sonntagmittag ging die Veranstaltung, die sich zwischen sportlichen Höchstleistungen und ausgiebigem Feiern bewegte.

Traditionell reiten die Ausrichter, dieses Mal die Studentenreitergruppe der Uni Kassel, nicht mit. Sie kümmern sich dafür um die gesamte Organisation. Auf der Reitanlage Pavel in Fürstenwald fanden sie die geeigneten Voraussetzungen für die aufwändige Veranstaltung: Drei Reithallen, eine Gastroküche und ein üppig ausgestattetes Casino mit Blick in die neue Reithalle standen Organisatoren und Teilnehmern zur Verfügung.

Teams zu je drei Reitern von 15 Universitäten aus ganz Deutschland waren angereist, um ihr Können in Dressur und Springen der Klassen A über L bis M zu zeigen. Alle Reiter mussten ihnen vollkommen fremde Pferde reiten und hatten nur zwei Minuten, beziehungsweise zwei Sprünge Zeit zum Abreiten, dann ging es in die jeweilige Prüfung. Je drei Reiter gab es pro Pferd. Wer das Tier am besten vorstellte, kam in die nächste der insgesamt vier Runden pro Tag. Die Veranstalter sorgten dafür, dass insgesamt 46 Pferde für die acht Prüfungen zur Verfügung standen. Studentenreiter Philipp Pavel und seine Familie konnten viele ihrer Pferde dafür hergeben, aber auch einige Privatpferdebesitzer vertrauten ihre Tiere den Studenten an.

"Mexikaner im Zehn-Liter-Topf"

Mit 28 Mann war die Studentenreitergruppe Kassel in verschiedenen Schichten zugegen. Es wurden unzählige Kästen Bier, Sprudel und andere Getränke geschleppt, erlesene Gerichte wie Roastbeef zubereitet, Brötchen geschmiert und belegt und vor allem unermüdlich das Kasseler Markengetränk „Mexikaner“ im Zehn-Liter-Topf zubereitet. „Das ist eine Mischung aus Korn, Tomatensaft, Pfeffer und Tabasco,“ erläutert Hausherr Philipp Pavel.

Organisiert wurden auch an jedem Abend ab Donnerstag ausgiebige Partys. Hier galt die Parole „Oben hui - unten pfui“. Alle Teilnehmer sollten sich dazu etwas ausdenken und sich kostümieren. Zur Abschluss- und Silvesterfete trafen sich die Teams, Organisatoren und Freunde - insgesamt über 300 Leute - in der Mehrzweckhalle in Westuffeln und feierten ausgelassen ins neue Jahr. An Neujahr versammelten sich die Teilnehmer dann am Sonntagmorgen im Casino am üppig ausgestatteten Büffet. Ach ja, am sattel- und trinkfestesten zeigte sich die Mannschaft der Uni Hannover: Sie gewann das Turnier vor Köln und Paderborn.

Von Susanne Schulleri

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