Die Aufgaben kommen per WhatsApp

Angehende Rettungshündin Uschi übt während der Corona-Krise fleißig weiter

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Uschi im Training. Die Staffelmitglieder schicken sich Aufgaben, die ihre Hunde absolvieren sollen. Die Arbeit wird gefilmt – wie hier fürs Foto gestellt.

Die Gehorsamsausbildung stand auf dem Programm für Hündin Uschi – eigentlich. Die Corona-Krise macht der Caldener Rettungshundestaffel einen Strich durch ihre Pläne.

Weil sich die Hundeführer natürlich ebenfalls an die Kontaktbeschränkungen halten müssen, kann die gemeinsame Ausbildung der Tiere derzeit nicht stattfinden. „Wir müssten trainieren, damit die Hunde einsatzfähig bleiben“, sagt Staffelleiterin Sabine Fieseler. Drei bis vier Wochen könnten sie ohne Training bleiben. Solange können die Hunde ihre erlernten Fähigkeiten ohne Leistungseinbruch abrufen.

Bei Uschi ist das kein Problem, weil sie in der Ausbildung nicht eingesetzt wird. Schwieriger werde es bei ausgebildeten Hunden. Für die sei kontinuierliche Arbeit wichtig, damit sie in der Suche und Anzeige von Vermissten zuverlässig bleiben, sagt die Staffelleiterin.

Trainingsergebnisse werden mit der Kamera festgehalten

Damit die Tiere im Training bleiben, schicken sich die Hundeführer derzeit per WhatsApp Aufgaben, die die Hunde erfüllen müssen. Die Aufgabe wird gefilmt und der Film später in die gemeinsame WhatsApp-Gruppe gestellt. „Und dann gibt es die Kommentare der Kollegen“, erzählt Fieseler schmunzelnd.

Sind die Hunde länger ohne Arbeit, dann werden „sie schnell übermotiviert“: Sie hätten zu viel Spaß an dem, was sie gerade machen und arbeiteten dann unaufmerksam. Dabei muss sich der Führer „zweihundertprozentig“ darauf verlassen können, dass die Tiere „sauber suchen und anzeigen“. Deswegen ist Beschäftigung auch in dieser Zeit wichtig. Mit Uschi arbeitet Sabine Fieseler die Aufgaben ab, die die Kollegen in die WhatsApp-Gruppe stellen. Das Ergebnis hält sie mit der Handykamera fest, damit es die Mitglieder ebenfalls kommentieren können. Ergänzt wird das durch tägliche kilometerlange Spaziergänge.

Staffel ist Bestandteil des Katastrophenschutzes

Neben ihrer Arbeit mit den Hunden haben die Staffel-Mitglieder noch etwas im Blick: Sollte der Katastrophenfall ausgerufen werden, dann müssten die Hundeführer beim Aufbau von Behelfskrankenhäusern helfen, sagt Sabine Fieseler. Die Staffel ist Bestandteil des Katastrophenschutzes. Deshalb ruft auch Fieseler dazu auf, die Vorgaben einzuhalten. Denn je besser die Menschen die Vorgaben befolgen und die Kontaktsperre einhalten, desto weniger werden die Helfer im Katastrophenschutz gebraucht.

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