Calden: Bau einer Ortsumgehung wird fünf Jahre dauern

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Demonstration für B7-Ortsumfahrung Calden

Calden. Monatelang gehörten die Demonstrationen in Calden zum Ortsbild: Freitags gingen meist 100 Anwohner auf die Straße und forderten, dass die Belästigung durch Lastwagen endlich enden muss.

Dass der Kampf um die Ortsumgehung aber dann so plötzlich ein Ende fand, überraschte fast alle.

So war am Montag von den Organisatoren der Demonstrationen kaum jemand zu erreichen. Ein Foto von jubelnden Caldenern auf der Straße? Gab es noch nicht - die Entscheidung hatte alle Beteiligten überrumpelt. Nur Ullrich Meßmer, der gerade auf dem Sprung nach Frankfurt war, gab ein kurzes Statement ab.

„Wir haben uns quasi selbst überholt“, erklärte auch Maik Mackewitz, Bürgermeister der Gemeinde Calden. Der hatte schon lange hinter den Kulissen an einer Einigung mit dem Landwirt gearbeitet, der gegen den Bau der Ortsumgehung geklagt hatte. Doch dass dann am Montag alles so gut zusammenpasste, überraschte auch Mackewitz.

Nun schauen alle Beteiligten auf Hessen Mobil. Wie Horst Sinemus, Sprecher der Straßenbaubehörde, mitteilte, ist eine Bauzeit von fünf Jahren realistisch.

Hessen Mobil habe bis jetzt noch keine Bestätigung, dass die Klage vom Tisch sei. Sobald diese erfolgt sei, werde man weiter die Feinplanung betreiben. Beginnen werde man dann voraussichtlich mit dem Bau der beiden Brückenbauwerke über Caldebachtal und Jungfernbachtal. Diese Brücken könnten eventuell auch gleichzeitig gemacht werden.

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