Ausstellung muss Zahl der Anbieter senken

Gartenfest im Schlosspark Wilhelmsthal mit Abstand

Machten das Fest doch noch möglich: Projektleiter Fabian Hartung und Firmensprecherin Charmaine Haid.
+
Machten das Fest doch noch möglich: Projektleiter Fabian Hartung und Firmensprecherin Charmaine Haid.

Dass das Gartenfest im Park von Schloss Wilhelmsthal dieses Jahr noch stattfinden wird, haben sich die Veranstalter vor einem Monat selbst noch nicht träumen lassen.

Calden - In nur drei Wochen haben die Mitarbeiter der ausrichtenden Firma Evergreen es nun möglich gemacht: Von morgen bis Sonntagabend bestimmen Blühpflanzen, Gartenmöbel und viel Dekoratives fürs heimische Grün das Bild des Schlossparks.

Dass mit 120 Ausstellern 30 Prozent weniger Stände dabei sind, ist für Projektleiter Fabian Hartung kein wirkliches Manko: „Ganz im Gegenteil kann ich mir vorstellen, dass viele den Besuch als entspannter als bisher wahrnehmen werden.“ Coronabedingt musste man auch die Zahl der typischen Pagodenzelte von mehr als 100 auf die Hälfte reduzieren zugunsten von Pufferflächen, damit die Besucher gut ausweichen können. Außerdem wurden die Stände etwas von den Wegen abgerückt.

Da die Firma Evergreen in den vergangenen Wochen schon drei Feste dieser Art in der Region ausgerichtet hat, rechnet man mit etwa 10.000 Besuchern und somit deutlich weniger als sonst, da sich viele wegen des Virus noch nicht auf größere Veranstaltungen trauen. Die Veranstalter haben aber vorgesorgt: Es gilt für alle Maskenpflicht auf dem 30.000 Quadratmeter-Areal. Nur beim Essen und Trinken darf diese abgenommen werden. An jedem Stand ist für Handdesinfektion gesorgt. „Außerdem werden Mitarbeiter des Caldener Ordnungsamtes und des Gesundheitsamtes vor Ort sein und für die Einhaltung der Regeln sorgen“, ergänzt Charmaine Haid, Pressesprecherin von Evergreen.

Nicht nur Gartenfest-Chef Christian Rode ist froh, dass es nun weitergeht, sondern auch die vielen Aussteller, welche harte Monate hinter sich haben. So fühle er sich auch in gewisser Weise verantwortlich für die Standbetreiber, von denen viele in den letzten Monaten keine Verdienstmöglichkeiten gehabt hätten. Für ihn ist das jetzige Fest wirtschaftlich gesehen sehr wahrscheinlich eine Null-Nummer, aber es gehe auch darum, Kundenbindungen zu erhalten.

Endlich wieder seine Waren verkaufen zu dürfen, zauberte beim Aufbau am Mittwoch auch Thomas Beck ein Grinsen ins Gesicht: „Es war höchste Zeit, dass es weitergeht – für uns, aber auch alle anderen, die sich nach Abwechslung sehnen“.

Angst sich wegen der Menschenmenge anzustecken, haben die meisten Aussteller nicht: „Wir haben eine Plexiglasscheibe am Tisch, lassen keinen ins Zelt und halten Abstand“, meint etwa Kunsthandwerkerin Karin Bloka, die Windlichter für den Garten anbieten wird. (Tanja Temme)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.