Alle wollten den Storch sehen

Großes Hallenfest mit Flugzeugen und Oldtimern in Calden

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Attraktion auf dem Rollfeld: Der Fieseler Storch (Baujahr 1943) hat am Airport Kassel jetzt eine eigene Halle. Das wurde gestern mit einem Oldtimertreffen gefeiert.

Kassel/Calden – So viel Betrieb ist auf dem Airport Kassel in Calden sonst eher selten. Am Sonntag waren die Parkplätze voll, Rund 3000 Besucher wollten den Fieseler Storch sehen.

Zu Besuch in Calden: Mehrere historische Propellermaschinen konnte man gestern auf dem Flughafen bewundern.

Der hat jetzt eine eigene Halle auf dem Gelände. Zur Fertigstellung sollte es eine kleine Feier geben. So hatten es die Organisatoren jedenfalls geplant. Es wurde dann doch ein größeres Treffen von Oldtimerfreunden. Denn erstens waren neben dem Storch noch acht weitere historische Propellermaschinen aus Paderborn, Höxter und Allendorf/Eder zu sehen. Und außerdem kamen noch knapp 70 historische Autos aus der ganzen Region nach Kassel.

Roter Mustang: Der Oldtimer gehört Lutz-Michael Schäfer.

„Mit der Resonanz sind wir mehr als zufrieden“, sagt Hartmut Fischer, der Vorsitzende des Fördervereins Fieseler Storch. Der hat mit der Unterstützung von Sponsoren einen finanziellen Kraftakt bewältigt und 350 000 Euro für die Halle aufgebracht. „Wir haben noch einiges vor und klopfen schon wieder bei Unterstützern an“, sagt Hartmut Fischer. 

Die Halle ist so konstruiert, dass Erweiterungen jederzeit möglich sind. Und die soll es so bald wie möglich geben. Platz wird für eine Werkstatt zur Wartung des Storchs und anderer Flugzeuge gebraucht, die dort untergestellt werden sollen. Der Verein Pro Kassel Airport spendete gestern schon mal 500 Euro.

Zwei Organisatoren: Heinz Jordan (links) brachte die alten Autos nach Calden, Hartmut Fischer die Flieger. Die neue Halle für den Storch sieht man hinten.

Außerdem soll der an der Universität Kassel entwickelte Flugsimulator einen Platz in Calden finden. Vom Pilotensitz über den Steuerknüppel bis zu den Instrumenten ist der genauso aufgebaut wie das Original. Wenn man einsteigt, kann man mit dem Simulator virtuell abheben und sieht die nordhessische Landschaft unter sich. Diesen Simulator hätte man gestern schon gut gebrauchen können, denn das Original aus dem Jahr 1943 streikte trotz eines Probelaufs am Vortag. Ein Fehler an der manuellen Einspritzdüse, der jetzt so bald wie möglich behoben werden soll. „In dem Alter muss man nicht immer funktionieren“, sagte Besucherin Elke Anacker aus Söhrewald. Auch am Boden waren der Storch und die anderen Oldtimer eine Attraktion.

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