Flüchtlinge aus Schwarzenborn werden nach Lohfelden verlegt

Calden rüstet um: Winter-Container werden in der Zeltstadt aufgebaut

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Im Schnee versunken: In Schwarzenborn hat es zum Wintereinbruch heftig geschneit, die dort untergebrachten 400 Flüchtlinge werden deshalb am Donnerstag nach Lohfelden in den ehemaligen Hornbach Gartenmarkt verlegt.

Calden. Der Wintereinbruch stellt auch die Logistik in den Flüchtlingsunterkünften der Region auf die Probe.

Alle knapp 400 Flüchtlinge aus der Zeltstadt Schwarzenborn (Schwalm-Eder-Kreis) sollen am heutigen Donnerstag in den ehemaligen Hornbach-Baumarkt in Lohfelden umziehen. Gleichzeitig sollen ab heute winterfeste Container in der Zeltstadt Calden ankommen. Das teilte das Regierungspräsidium Kassel (RP) auf HNA-Anfrage mit.

Die Flüchtlinge aus Schwarzenborn im Knüllgebirge, das vom Wintereinbruch besonders betroffen ist, sollen demnach heute nach dem Mittagessen mit Bussen komplett in die winterfeste Unterkunft nach Lohfelden gebracht werden, erklärte RP-Sprecher Michael Conrad. Gleichzeitig erwarte das RP die Lieferung von Containern nach Calden, in denen nach und nach die Mehrheit der dortigen Flüchtlinge untergebracht werden solle. Ziel sei, möglichst bis Ende November alle dortigen Flüchtlinge in solchen Containern, winterfesten Zelthallen oder weiteren festen Einrichtungen unterzubringen.

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Am Mittwoch lebten rund 1280 Menschen in der Zeltstadt Calden. Decken und warme Kleidungsstücke seien genug vorhanden. Und die Sanitärcontainer in Calden seien bereits für die Winternutzung umgerüstet worden.

Aktualisiert um 18.45 Uhr.

In die Zelte würde warme Luft geblasen, der Betrieb dieser Heizanlagen erfolge mit Dieselaggregaten. Zeitweise seien allerdings in der Nacht zu Mittwoch einige dieser Heizungsanlagen ausgefallen, erklärte RP-Sprecher Conrad der HNA. Die meisten davon seien aber sofort wieder in Betrieb genommen worden, die übrigen habe man bis zum Morgen wieder repariert. Grund für den Ausfall sei ein Defekt an den Dieselaggregaten gewesen. Vor allem den Kindern sei es in den Zelten zu kalt gewesen, erklärte eine Bewohnerin der HNA.

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