214 Fallschirmspringer in den USA

Caldener bei Fallschirm-Rekord: Größte Länderformation in freiem Fall

+
Weltrekord: 214 Fallschirmspringer aus Deutschland, darunter ein Dutzend aus Kassel-Calden, formierten über der Wüste von Arizona die bisher größte Fallschirmspringerformation einer einzelnen Nation.

Calden/Eloy. Geschafft: Ein Dutzend Fallschirmspringer aus Calden war beteiligt, als am Himmel über Eloy im US-Bundesstaat Arizona ein neuer Weltrekord aufgestellt wurde.

Am Freitag um 9.20 Uhr Ortszeit schafften es 214 Fallschirmspringer, im freien Fall eine vorher genau konzipierte Großformation einzunehmen und für vier Sekunden zu halten, bevor sie sich wieder trennten und ihre Fallschirme öffneten.

Damit wurde im Rennen um die größte Formation eines Länderteams die Messlatte wieder etwas höher gelegt, berichtet Harry Kloska (45) vom Aero-Fallschirmsportzentrum in Kassel-Calden, der selbst dabei war. Die Aero-Leute stellten mit 23 Springern (davon zwölf mit Heimatsprungplatz Calden) einen kompletten Sektor der Formation. Diese besteht aus acht Sektoren, deren Springer jeweils eine Montur in einheitlicher Farbe tragen. Die neunte Sektion ist der innere Ring mit 40 Springern, an dem die übrigen Sektoren im Sprung außen andocken. Einer der Teamcaptains im Ring über Eloy war Matthias Maushake aus Kassel.

Harry Kloska

Eine Woche lang waren die Fallschirmspringer in Arizona, um am Boden und mit mindestens 15 Sprüngen für die Formation zu üben. Geplant waren ursprünglich 224 Teilnehmer, doch wegen Ausfällen musste kurzfristig auf 214 umdisponiert werden. Höchste Fitness und Präzision sind entscheidend. Eine Erkältung reicht schon aus, um besser nicht mitzuspringen.

Jeder Springer muss in der vorher genau festgelegten Position Griffe an den Mitspringern nehmen. Je größer die Formation wird, desto langsamer fällt sie durch den Luftwiderstand und die letzten Springer könnten mit 200 Stundenkilometern schnell vorbeischießen. Nimmt nur eine Person einen falschen Griff (z.B. Bein statt Arm ) oder schafft es nicht in die Formation, wird der Sprung nicht als Rekord anerkannt. „Das Jahr Training hat sich gelohnt“, meint Harry Kloska. Und in zwei Jahren wird wohl der nächste Rekord ins Visier genommen.

Von Thomas Thiele

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.