Alternativprogramm nicht möglich

Caldener Kirmes: Ein Traditionsfest fällt aus

Traurig, aber nicht zu ändern: Kirmesvater Florian Vogt und seine acht Mitstreiter überklebten am Wochenende alle Plakate in Calden, auf denen das Kirmesprogramm veröffentlich worden war.
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Traurig, aber nicht zu ändern: Kirmesvater Florian Vogt und seine acht Mitstreiter überklebten am Wochenende alle Plakate in Calden, auf denen das Kirmesprogramm veröffentlich worden war.

Zwölf Wochen lang haben sich die Caldener Kirmesburschen auf einen der Höhepunkte im Caldener Festleben vorbereitet. Dieser fällt mit den neuen Bestimmungen nun ins Wasser.

Calden - Gemeint ist die Kirmes, die am kommenden Wochenende coronakonform hätte stattfinden sollen. „Es hat schon wehgetan, dass wir die Kirmes nicht in gewohnter Form in den Sälen der Gasthäuser Wilhelmshöhe und Lampe feiern konnten“, sagt Kirmesvater Florian Vogt. Die Tradition nun gänzlich ausfallen lassen zu müssen, bedauerten sie sehr, aber mit den neuen Regeln sei dieses einfach nicht machbar.

Geplant hatte die neunköpfige Gruppe an allen drei Tagen den Bürgern Caldens ein Ständchen zu bringen. Zwei Wagen hatten sie dafür vorbereitet. Alle Haushalte wurden per Flyer informiert und zusätzlich noch Plakate im Ort aufgehangen. Außerdem sollte das traditionelle Anspringen sowie eine kleine Feier vom Saal des Gasthauses Wilhelmshöhe live bei Facebook gesendet werden. Der große Umzug war von vornherein wegen des Publikumaufkommens am Straßenrand abgesagt worden. Ob dort die Menschen den nötigen Abstand gewahrt hätten, hätten die Kirmesburschen nicht garantieren können.

Immerhin konnten die Kirmesmacher noch das sogenannte Antrinken abhalten, bei dem eine Flasche Schnaps vier Wochen vor der Sause „an einem geheimen Ort in der Gemarkung“ ausgegraben wurde. Natürlich gab es dabei, wie es die Tradition vorgibt Kotelett, Krautsalat und Kartoffeln. (Tanja Temme)

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