Teile von altem Erstaufnahmelager werden genutzt

Corona: Kreis Kassel richtet Impfzentrum in Calden ein

Wohncontainer in der ehemaligen Flüchtlingseinrichtung am alten Flughafen in Calden.
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Verlassen: die ehemalige Flüchtlingseinrichtung auf dem Gelände des alten Flughafens in Calden. (Archivbild aus dem Jahr 2019)

Das Corona-Impfzentrum des Landkreises Kassel soll in Teilen der ehemaligen Erstaufnahme für Flüchtlinge auf dem alten Flughafen in Calden entstehen.

Calden - Das hat der Kreis am Donnerstag mitgeteilt. Die Stadt Kassel hatte am Montag erklärt, ein Impfzentrum in der Großsporthalle Auepark einzurichten Wann die Impfungen starten, ist noch unklar.

Die Entscheidung für Calden sei leicht gefallen, der Standort sei von allen Kreisteilen gut erreichbar, erklärte Landrat Uwe Schmidt. Er sei wegen der dort vorhandenen Infrastruktur ausgewählt worden. „Wir können einen Teil der Gebäude der ehemaligen Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen nutzen“, sagte Vizelandrat Andreas Siebert, der als Gesundheitsdezernent mit der Organisation des Zentrums beauftragt ist. Möglich sei die Nutzung durch die gute Kooperation mit der Flughafen GmbH und dem Finanzministerium.

Man gehe davon aus, dass bis zu 1200 Impfungen pro Tag in Calden abgewickelt werden können, sagte Kreissprecher Harald-Kühlborn auf HNA-Nachfrage. Um die angepeilte Impfquote von mindestens 60 Prozent zu erreichen, müssten im Kreis rund 140 000 von 236  000 Einwohnern geimpft werden – und zwar jeweils doppelt. Nach einer ersten Impfung müsse innerhalb von 21 Tagen eine zweite folgen. Das heißt: Es sind mindestens 280 000 Impfungen im Kreis nötig. Man rechnet mit rund neun Monaten, bis diese absolviert sind.

Wie vom Land vorgegeben, soll das Impfzentrum zum 11. Dezember einsatzbereit sein. Der tatsächliche Impfstart steht noch nicht fest. Das hänge von der Verteilung des Impfstoffes ab, dazu werde man vom Land informiert, sagte Kreissprecher Kühlborn. Die hessischen Landkreise und kreisfreien Städte sollen je zumindest ein Impfzentrum einrichten, sodass hessenweit mindestens 26 Impfzentren entstehen – wegen des Bedarfs in Großstädten wohl eher mehr als 30.

Für Calden seien die Umbauten überschaubar, teilte Vizelandrat Siebert mit. Die Infrastruktur des ehemaligen Sanitätsbereichs der Erstaufnahmeeinrichtung erfordere „nur eine Unterteilung für Impfkabinen sowie Arbeiten im Eingangsbereich“. Die Umbauten werden in den nächsten Tagen beginnen. Der Standort sei eine logische Wahl, sagte auch Caldens Bürgermeister Maik Mackewitz. (Matthias Müller)

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