SG steht eine Halbzeit neben sich

Dörnberg fertigt Calden/M. ab. 

Dörnberg. Das Spitzenspiel der Fußball-Gruppenliga zwischen dem FSV Dörnberg und der SG Calden/Meimbressen wurde beim 7:1 (5:0) der Reith-Schützlinge eine unerwartet klare Angelegenheit.

? Spielte Dörnberg wie ein Aufstiegskandidat?

!Ohne Zweifel ja. Der ehemalige Verbandsligist kombinierte in der ersten Halbzeit nach Belieben, begünstigt durch einen Gegner, der in fast allen Zweikämpfen unterlegen war und überhaupt keinen Zugriff auf den Gegner hatte.

? Wo waren die Schwächen von Calden/Meimbressen?

!Caldens Trainer Jens Alter formulierte es so: „Wir kamen fast immer zu spät und ließen die nötige Zweikampfstärke vermissen.“ Es war ein rabenschwarzer Tag für die Vereinigten, die zuvor vier Spiele in Folge gewonnen hatten.

?Hatte denn Calden/Meimbressen überhaupt keine Chance?

!Doch, sie hatten sogar die erste Torchance in der Partie nach drei Minuten. Bei einem Zweikampf im Strafraum beharkten sich zwei Spieler und Christian Neth kam zu Fall. Es soll auch schon Schiedsrichter gegeben haben, die dies für den Stürmer auslegten. Aber Christoph Jonek ließ weiterspielen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Dennis Faust (49., 50. und 68.) drei gute Einschussmöglichkeiten, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. Kurz darauf fiel das 6:0. Symptomatisch für die Leistung von Calden/Meimbressen, dass sie zum Ehrentor von Thomas Schindewolf (80.) einen Strafstoß benötigten.

?Wie erzielte der FSV seine sieben Tore?

!Die wurden teilweise prima herausgespielt und die Fehler der SG-Abwehr gnadenlos ausgenutzt. Beim Führungstreffer wurde Lukas Holst auf der linken Seite ausgespielt, der agile Florian Müller, einer der Besten bei den Dörnbergern, flankte in die Mitte zu Andreas Schulze (7.), der Steven Berndt im zweiten Versuch überwand. Beim 2:0 (11.) flankte Dennis Dauber zu Florian Müller. Das 3:0 (25.) machte erneut Schulze, diesmal flankte wiederum Müller.

Dann erstmals Kemper-Time. Der Torjäger wurde steil aus dem Mittelfeld geschickt und vollendete eiskalt (34.). Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff krönte Florian Müller seine starke Leistung mit einem Volleyschuss zum 5:0. Fast 25 Minuten ließ der FSV nach der Halbzeitpause die Zügel schleifen, dann erhöhte Daniel Jäger per Strafstoß auf 6:0. Gefoult worden war Ex-SG-Akteur Sebastian Plettenberg. Den Schlusspunkt setzte Pascal Kemper (82.), nach einem Fehler von Sascha Heckmann.

? Wie ging das Duell der Torjäger aus?

!Hieran lässt sich auch die Geschichte der Partie erzählen. Denn Dörnbergs Pascal Kemper erhöhte seine Torquote auf 25 Treffer und der Caldener Marko Utsch, fünffacher Torschütze in diesem Jahr ging leer aus. Er konnte auch nicht in Szene setzen, ging wie die gesamte Mannschaft der SG im Spiel unter. Einmal ergab sich für Utsch eine Torchance in der zweiten Halbzeit. Er war knapp vor zwei Gegenspielern am Ball, aber er schoss sofort drauf, Kemper hätte wahrscheinlich in der Situation den direkten Zug zum Tor gehabt.

? Wie wirkt sich das Ergebnis denn in der Tabelle aus

! Für Dörnberg hat sich in Sachen Tabellenführung nichts geändert. Da der SV Kaufungen auch gewonnen hat, bleiben beide Teams punktgleich. Im direkten Vergleich ist der FSV allerdings besser und deswegen Spitzenreiter. Die SG Calden/Meimbressen musste erneut leidvoll erfahren, dass es gegen die Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel einfach nicht reichen will.

? Was war denn für Dörnbergs Coach Jörg Reith ausschlaggebend

! Dass seine Mannschaft den Gegner mit dessen Waffen geschlagen hat. Nämlich durch Zweikampfstärke. Insgesamt hätte es der Gegner seinem Team sehr einfach gemacht, das hatte Reith vorher nicht erwartet.

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