Trio überzeugte mit Mischung aus Rock, Schlager und Volksmusik

Dorfrocker feierten Airport-Gaudi mit 1000 Fans

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Sorgten für gute Stimmung: Markus, Tobias und Philipp (von links) von den Dorfrockern heizten am Samstag ihren Fans am Kasseler Airport ein. Mehr als 1000 Gäste wollten die Band nicht verpassen.

Calden. Dass die Dorfrocker echte Stimmungskanonen sind, haben sie am Samstagabend an einem besonderen Ort bewiesen: dem Kasseler Flughafen.

Dort herrschte schon vor Konzertbeginn beste Feierlaune unter den mehr als 1000 Gästen.

„Wenn sonst hier schon nichts los ist, dann doch wenigstens musikalisch“, stellte Frontmann Tobias Thomann zu Beginn fest und mutmaßte, dass wahrscheinlich noch nie so viele Menschen am Kasseler Airport gewesen seien. Tatsächlich war das gesamte Flughafengebäude voll besetzt: Von der Bühne bis zum Bistro-Bereich wurde gerockt, geschunkelt und gefeiert.

Dirndl und Lederhose

Stilecht kamen viele Konzertbesucher im volkstümlichen-Outfit, die Damen im Dirndl und die Herren in Lederhose. Dazu floss literweise Bier und zur Stärkung gab es – wie sollte es auch anders sein – Brezeln. Wegen der guten Stimmung schien kaum einer der Gäste die halbstündige Verspätung der volkstümlichen Rocker – oder doch passender: der rockenden Volksmusiker – wahrzunehmen. Und selbst wenn, so war dies spätestens vergessen, als Tobias, Markus und Philipp mit „Tiefkühlpizza (Ingeborg Marie)“ den Abend eröffneten. „Alle Hände hoch und mitmachen“ forderte Frauenliebling Tobias seine Dorfkinder auf und so sollte es fast drei Stunden weitergehen.

Dorfrocker heizten Dorfkindern am Kassel Airport in Calden ein

Zu Partykrachern wie dem “Vogelbeerbaum“, „Ab geht die Lutzi“ und natürlich „Dorfkinder“ tobte das Publikum, welches dann mit ruhigeren Stücken wie „Echte Freunde“ etwas entschleunigt wurde. Ob die drei Thomann-Brüder in ihren Liedern Frauen, Mettbrötchen oder Lederhosen huldigten, stets unterhielten sie mit einer ganz eigentümlichen Mischung aus Rock, Schlager und Volksmusik.

Mitsing-Ohrwürmer

Dass sie auch anders können, zeigten sie in einer Sequenz von Rockstücken, bei denen Frontmann Tobias am Schlagzeug den Takt angab und Markus vom Akkordeon zum Bass wechselte. Von Deep Purple über Kiss bis Lynyrd Skynyrd standen auf dem Programm – Klassiker, die ankamen. Abwechslung dazu brachten Mitsing-Ohrwürmer wie „Aloha Heja He“.

Bringt sein Publikum auf Touren: Tobias Thomann (rechts) ist Dorfrocker-Frontmann und Stimmungsmacher. Der Frauenschwarm kam beim fast dreistündigen Konzert am Kasseler Airport mächtig ins Schwitzen.

Die drei Thomann-Brüder sind täglich zusammen unterwegs, doch „wir gehen uns nicht mehr auf die Nerven als andere. Da wir drei sind, werden wir uns immer einig – es gibt ja stets eine Mehrheit“, erzählt Tobias Thomann im Gespräch mit der HNA. Der 28-Jährige freut sich über die Nominierung für den Musikpreis Echo, macht sich aber keine zu großen Hoffnungen: „Die Konkurrenz ist groß. Wir sind sicherlich keine Favoriten.“

Nicht nur mit ihrer Musik punkten die drei Franken bei ihren Fans. „Sie sind nicht abgehoben, sondern total natürlich und nett – sowas mag ich einfach“, sagte Konzertbesucherin Milena Kornek, die aus Gießen zum Airport kam.

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