Zwischenfall mit Hubschrauber im Kreis Waldeck-Frankenberg - Diskussion um Kostenübernahme

Apaches sorgen für Aufsehen: US-Army tankt in Calden auf - vorher Landung auf Feld

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Einer der Apache-Hubschrauber in Calden.

Soldaten der US-Army haben erneut einen Zwischenstopp am Kassel Airport in Calden gemacht. Zuvor musste eine Maschine wegen Problemen auf einem Feld im Kreis Waldeck-Frankenberg landen.

Artikel wurde aktualisiert am 14. Februar um um 15.56 Uhr - Gleich drei Helikopter der US-Army waren am Montag auf dem Vorfeld in Calden gelandet. Bereits vergangene Woche hatten US-Maschinen Passanten begeistert. Damals wie heute legten sie einen Tankstopp ein. Diesmal gab es zudem an einem der Hubschrauber Probleme. 

Die Helikopter, auch bekannt unter dem Namen Apache, sind zweimotorige Kampfhubschrauber, die mit über 290 Kilometern pro Stunde fliegen können. Zwei Triebwerke versorgen die Fluggeräte je mit bis zu 1700 PS. 

Die Hubschrauber standen auch am Donnerstag noch am Flughafen, da die defekte Maschine weiter repariert werden muss.

In der vergangenen Woche waren sieben Helikopter gleichen Typs aus Belgien kommend in Calden zwischengelandet – auch sie wurden am Airport betankt. Nach einer Nacht in Calden flogen sie am Freitagmittag in Richtung Norden weiter.

Lesen Sie auch: Tuifly zu Gast am Kassel Airport: Boeing-Piloten üben in und über Calden - Sieben Hubschrauber der US-Armee machten Tankstopp

Diskussion um Kostenübernahme für den Tankstopp

Unter dem HNA-Post bei Facebook zum Thema gab es in den vergangenen Tagen zahlreiche Vermutungen, wer den Tankstopp der US-Hubschrauber zahlt. Aus Insiderkreisen war dazu zu erfahren, dass es eine amerikanische Rechnungsadresse gegeben habe - das Kerosin für die Apache-Hubschrauber wird also nicht mit deutschem Steuergeld finanziert.

Der Flughafen selbst dürfe keine Kundeninformationen herausgeben, sagt Airport-Pressesprecherin Natascha Zemmin am Donnerstag. Generell sei der Rechnungsempfänger aber immer der, der die Leistung erhalte. 

Dass Privatflugzeuge oder Militärmaschinen am Airport in Calden aufgetankt werden, ist nicht ungewöhnlich. "Das ist wie an jeder Autobahn, an der es eine Tankstelle gibt", erklärt Zemmin. Der Flughafen übernehme dabei den Tankdienst, der Sprit kommt von BP.

Hubschrauber landete auf Feld im Kreis Waldeck-Frankenberg

Offenbar wegen eines technischen Defekts musste der Helikopter bei Rhenegge zu Boden gehen. Die Besatzung eines weiteren Apaches half bei der Reparatur.

Einen Zwischenfall gab es vor dem Tankstopp in Calden am Montagnachmittag im Kreis Waldeck-Frankenberg bei Rhenegge: Dort musste ein Apache-Kampfhubschrauber landen – offenbar gab es technische Probleme.

Auf einem Feld an der Landesstraße zwischen Rhenegge und Adorf landete der Hubschrauber notgedrungen. Die Besatzung eines weiteren Apaches landete in der Nähe und half bei der Reparatur. Nach etwa zwei Stunden konnte der Hubschrauber wieder in Richtung Osten abheben. Ein dritter Apache kreiste zunächst über dem Gelände, wie Augenzeugen unserer Zeitung berichteten.

Die Flugbewegungen der US-Truppen über der Region zogen am Montag die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf sich. Entlang der Landesstraße zwischen Rhenegge und Adorf hielten etliche Fahrer ihre Autos an, um sich das Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Kurz zuvor hatten die Apaches noch den Ort überflogen. "Vielleicht zehn Meter über unserem Haus", berichtet der Rhenegger Robert Heuschneider, der anschließend Fotos von den imposanten Fluggeräten machte.

Hubschrauber der US-Armee am Kassel Airport

 © Klement
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Technischer Defekt bei Apache-Hubschrauber auch in Hildesheim

Der Vorfall in Rhenegge war nicht der einzige dieser Art in jüngster Zeit: Am Freitag landete ein Apache auf dem Hildesheimer Flugplatz wegen technischer Probleme, berichtet Bild.de. Der Helikopter der "1st Combat Aviation Brigade" aus Kansas war mit drei weiteren Apaches auf dem Weg nach Polen. Die Hubschrauber-Gruppe sei gemeinsam am Boden geblieben, die Crews hätten sich beim Warten auf den Techniker die Zeit mit Burger und Pizza verkürzt, heißt es im Bild-Bericht weiter. Ob es sich bei dem Hubschrauber um eine der Maschinen handelte, die zuvor am Kassel Airport gestartet war, war zunächst nicht in Erfahrung zu bringen.

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