Zum Winter soll das Gas strömen

EAM schließt Nieder- und Obermeiser an das Gasleitungsnetz an

Durch diese Rohre strömt demnächst das Gas: von links Andreas Schneider (EAM-Netzregion Hofgeismar), Sebastian Breker (Regionalzentrum Mitte), EAM-Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever, Bauunternehmer Jakob Volk (Firma Richter) sowie die Bürgermeister Maik Mackewitz und Harald Munser.
+
Durch diese Rohre strömt demnächst das Gas: von links Andreas Schneider (EAM-Netzregion Hofgeismar), Sebastian Breker (Regionalzentrum Mitte), EAM-Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever, Bauunternehmer Jakob Volk (Firma Richter) sowie die Bürgermeister Maik Mackewitz und Harald Munser.

Das lange „Bohren“ war notwendig, um alle beteiligten Gremien davon zu überzeugen, dass Nieder- und Obermeiser an das Erdgasnetz der EAM angeschlossen werden sollen.

Niedermeiser/Obermeiser - Beim offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten in Niedermeiser erinnerte Liebenaus Bürgermeister Harald Munser an den langen Vorlauf, der für diese Entscheidung notwendig war. 2015 habe es die erste Veranstaltung gegeben, in der der Anschluss an die Gasversorgung gewünscht worden war.

Inzwischen wird gebaggert: In Niedermeiser werden derzeit die Gasrohre verlegt, die ab Beginn der nächsten Heizperiode zunächst 20 Haushalte mit Energie versorgen sollen. Von dort führt die Leitung weiter nach Obermeiser. Auch dort werden erst einmal etwa 20 Haushalte an die Erdgasversorgung angeschlossen.

Das sei die erste Leitung, die die EAM seit vielen Jahren baue, sagte Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever. Der Energieversorger investiere dafür rund 875.000 Euro. Von Ersen aus werden beide Orte mit Erdgas versorgt. „Insgesamt werden etwa 7,5 Kilometer Mitteldruckleitungen verlegt“, ergänzte Andreas Schneider, Leiter der EAM-Netzregion Hofgeismar. Der Tiefbau werde auch genutzt, um Rohre für Telekommunikation zu verlegen.

Der Anschluss an das Gasnetz könne nur unter Verzicht auf die Konzessionsabgabe geschehen, hatte Bürgermeister Munser schon früher erklärt. So verzichte Liebenau auf jährlich 3000 Euro, die die EAM an die Kommunen bezahlt, in denen sie Gasnetze betreibt. Anders sei dieser Leitungsbau nicht zu finanzieren. Dabei dankten Munser und sein Caldener Kollege Maik Mackewitz den anderen Mitgliedern des Gasversorgungs-Zweckverbands. Auch sie hätten Zugeständnisse gemacht, damit die beiden Ortsteile angeschlossen werden könnten.

Erdgas sei angesichts des CO2-Gehalts nur noch eine „Brückentechnologie“, erklärte Schneider. Heute werde angesichts neuer Techniken wie Wärmepumpen nicht mehr jedes Neubaugebiet an das Gasnetz angeschlossen. Gegebenenfalls könnten die Gasleitungen später für andere Techniken genutzt werden. Überlegungen, sogenannten grünen Wasserstoff zum Heizen zu nutzen, stehen bei der EAM noch am Anfang. Der Versorger geht davon aus, dass noch weitere Häuser angeschlossen werden, wenn die Leitung erst einmal in den Straßen liegt. (Bernd Schünemann)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.