Land streckt Geld vor

Entlastung bei Flughafenkosten: Erste Reaktionen positiv

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Start in Calden: Die ersten Reaktionen auf das Finanzmodell waren positiv. Nun werden die Gemeindevertreter die Unterlagen studieren. 

Calden. Noch keine Stellungnahmen der Fraktionen, aber immerhin Lob für die Arbeit des neuen Bürgermeisters und positive Reaktionen.

Das gab es am Donnerstagabend im Caldener Stadtparlament bei der Vorstellung des Finanzmodells, mit dem Calden bei den Flughafenkosten entlastet werden soll.

Das Prinzip: Die Kosten für die Gemeinde werden auf 450.000 Euro ohne Abschreibungen gedeckelt, alles darüber streckt das Land vor. Die Gemeinde muss das im Falle hoher Gewerbesteuereinnahmen später zurückzahlen (wir berichteten).

Die Stadtverordneten wollten unter anderem wissen, was passiert, wenn Calden die Hürde von 1,8 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer nicht erreicht. Dann zahle man nichts zurück, sagte Bürgermeister Maik Mackewitz: Damit binde sich das Land Hessen „auf Gedeih und Verderben an eine positive Entwicklung“.

Volker Kraft (CDU) fragte, ob denn die Inflation eine Auswirkung auf die Schulden habe, die Calden so anhäufe. „Nein, die spielt keine Rolle. Sie merken, das ist kein schlechtes Angebot“, sagte Mackewitz und spielte darauf an, dass die Schulden ja durch die Inflation im Laufe der Zeit weniger wert sein werden.

Joachim Helmke (parteilos) wollte wissen, ob man auch im aktuellen Jahr schon Geld an das Land abgeben müsse, wenn man die 1,8 Millionen bei den Gewerbesteuern übersteige. Laut Mackewitz gilt das Finanzmodell aber erst ab dem kommenden Jahr.

Applaus von den Zuschauern sowie Lob vom Magistrat gab es für die Arbeit des neuen Bürgermeisters in den vergangenen Monaten: „Alle Achtung, was du geleistet hast“, sagte Helga Hartmann (SPD). (gör)

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