Land schließt Erstaufnahme für Flüchtlinge in Calden endgültig

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Die Erstaufnahmeeinrichtung auf dem alten Flugplatz in Calden wird endgültig geschlossen. Das teilt das Hessische Ministerium für Soziales und Integration mit. 

Grund ist die gleichbleibende Zahl der ankommenden Flüchtlinge. „Seit vielen Monaten zeigt sich die Zugangssituation konstant stabil. Eine weitere Reduzierung der Belegungskapazitäten ist daher notwendig. Die passiven Standorte, die wir für den Fall eines plötzlichen Anstiegs der Zugänge an Asylsuchenden zusätzlich vorhielten, werden gänzlich aufgegeben“, so Sozial und Integrationsminister Kai Klose. „Damit werden wir der jetzigen Zugangssituation gerecht. Wir halten eine ausreichende Reserve an Kapazitäten, aber auch Gestaltungsspielraum vor und können weiterhin eine hohe Qualität in der Unterbringung und Betreuung im Bereich der Erstaufnahme in Hessen vorweisen. Entscheidend ist für uns, dauerhaft einen hoch effizienten Asylprozess und eine geordnete Unterbringung und Betreuung der Asylsuchenden sicherzustellen“, so Klose weiter.

Zeitweise waren in den aufgebauten Containern in Calden über 1800 Flüchtlinge untergebracht. Anfang 2018 waren die letzten untergebrachten Menschen dort ausgezogen. Seitdem hielt das Land die Einrichtung für als Passiv-Standort bereit. Passiv-Standorte sind Einrichtungen, in denen vorerst keine Asylsuchenden untergebracht werden. Die Einrichtung wird aber vorgehalten, um im Bedarfsfall schnell wieder als Unterkunft genutzt werden zu können.

Neben der Einrichtung auf dem Caldener Flugplatz schließt das Land auch eine Aufnahmestelle in Hanau. Insgesamt 2590 Plätze werden damit aufgegeben.

Im Jahr 2015, kurz nach Eröffnung der Erstaufnahmeeinrichtung, war es zu einer aufsehenerregenden Massenschlägerei gekommen. Dabei wurden 14 Personen verletzt, Dutzende Einsatzkräfte waren vor Ort. Damals war eine Diskussion über die Sicherheit in der Caldener Einrichtung entbrannt. 

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