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Caldener Parlament beschließt ersten Teilabschnitt des Industriegebiets

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Von: Daria Neu

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Neuer und alter Flughafen von oben: Die ersten Arbeiten für das interkommunale Industriegebiet in Calden sollen dieses Jahr starten. Das Parlament hat den B-Plan für einen Teilabschnitt auf den Weg gebracht. ARCHIV
Neuer und alter Flughafen von oben: Die ersten Arbeiten für das interkommunale Industriegebiet in Calden sollen dieses Jahr starten. Das Parlament hat den B-Plan für einen Teilabschnitt auf den Weg gebracht. ARCHIV © Thomas Thiele

Der Startschuss für das interkommunale Industriegebiet in Calden ist am Donnerstagabend in der Gemeindevertretersitzung gefallen. Es ist ein Riesen-Projekt, das auf den Weg kommt.

Calden – Die Gemeinde Calden will zukünftig richtig große Fische an Land ziehen: Schon jetzt bekunden wichtige Weltfirmen unter anderem aus dem Luftfahrtbereich Interesse am interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet Kassel-Calden, dessen Planung das Parlament schon viele Jahre beschäftigt. Nun soll es endlich losgehen.

Einstimmig beschlossen die Mandatsträger den Bebauungsplan für einen ersten kleinen Teilabschnitt.

Etwa neun Hektar sind es zunächst, auf denen nun in den kommenden Monaten die ersten Bagger rollen sollen, verspricht Bürgermeister Maik Mackewitz. Zumindest hoffe er es stark – die Krisen in puncto Material und Fachkräfte würden schließlich auch Projekte in den Kommunen beschäftigen. Dabei beschäftigt das Vorhaben längst nicht nur die Gemeinde. Am Gewerbegebiet beteiligt sind der Landkreis Kassel, die Stadt Kassel sowie die Gemeinde. Dienstleisterin ist die Hessische Landgesellschaft (HLG).

Ziel ist es bereits seit 2013, die rund 65 Hektar große Fläche als Gewerbe- und Industriegebiet für flugbetriebsaffine Betriebe und Dienstleister zu entwickeln. Der Geldanteil der Gemeinde wird zu 100 Prozent vom Land Hessen zurückgebürgt. „Zunächst beschränken wir uns auf den Beschluss eines Teilbereichs“, erklärte Mackewitz am Donnerstag. Ein Großteil der Flächen sei aufgrund von noch zu klärenden Sachverhalten mit den betroffenen Firmen, die sich möglicherweise ansiedeln wollen, derzeit mit Fragezeichen versehen. „Wir wollen aber nicht schon wieder viele Monate verlieren und möchten, dass es sichtbar losgeht.“ Dies sei gerade im Bereich der B7 auch ein gutes Zeichen in Sachen Vermarktung.

Es seien „richtig große Player“, die in Zukunft an einem Stück des neuen Gewerbegebietes Interesse haben könnten. „Das Thema wird uns noch lange beschäftigen“, sagt Mackewitz und bezieht dabei auch die Nachbarkommunen explizit ein.

Anfang des Jahres hatte das Parlament den Abwägungs- und den erneuten Offenlegungsbeschluss für einen Bebauungsplan beschlossen. Seinerzeit hatte Christoph Henke vom Planungsbüro Witzenhausen-Gertenbach die Pläne vorgstellt und Aspekte wie Lärmschutz, Naturschutz und Energieversorgung beleuchtet. Schließlich handelt es sich um ein sehr komplexes Vorhaben.

Umso geschlossener scheint die Gemeindevertretung hinter dem Projekt zu stehen. Diskussionen um das Gewerbegebiet gab es nämlich nicht. Der Beschluss fiel einstimmig aus. Der Rathauschef zeigte sich erleichtert. So hatte der Abend zunächst mit der Sorge begonnen, dass das Parlament eventuell nicht beschlussfähig sein könnte.

Um Punkt 19.30 Uhr kam der letzte nötige Gemeindevertreter – am Ende waren 17 von 31 Parlamentariern da, um die wichtigen Entscheidungen zu treffen. (Daria Neu)

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