Fallschirmsprung-Meisterschaft in Calden

Sport im freien Fall: Fallschirmspringer kämpfen in Calden um die Deutsche Meisterschaft

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Im Landeanflug: einer der Teilneh mer beim gestrigen Freifallspringen in Calden.

Auf dem Boden sieht das ganz einfach aus: Die Sportler fassen sich an den Armen, wechseln auf Rollbrettern ihre Position und bilden eine neue Formation. Was sie auf dem alten Flugplatz in Calden noch mal durchgehen, muss später unter ganz anderen Bedingungen klappen.

Die Fallschirmspringer proben die Figuren, die sie kurz darauf im freien Fall mit 200 Stundenkilometern in der Luft zeigen. Das Zusammenspiel muss klappen – beim Sprung ist keine Verständigung möglich. Die Sportler starten auf dem alten Flugplatz in Calden bei den Deutschen Meisterschaften im Fallschirmspringen.

Akrobatikprogramm in 35 Sekunden

35 Sekunden Zeit haben die Sportler nach demAbsprung in 4000 Metern Höhe, um ihr Programm zu zeigen. Damit die Schiedsrichter das bewerten können, gehört ein Videomann zum Springer-Team. Der filmt mit einer Helmkamera in der Luft die Figuren. Später am Boden bewerten die Schiedsrichter dann die Figuren. Welche Figuren die Springer zeigen müssen, wird ausgelost

Nach der Landung auf dem alten Flugplatz muss alles wieder ordnungsgemäß verstaut werden.

Auf dem Boden dort verfolgen auf großen Bildschirmen auch die anderen Springer das, was ihre Kollegen in der Luft zeigten. Etwa 300 Teilnehmer sind für die Meisterschaften nach Calden gekommen, die das Fallschirmsportzentrum Kassel nach acht Jahren erneut ausrichtet.

Alle zehn Minuten startet eine Maschine auf dem Kassel Airport und bringt jeweils drei Teams in die Luft, erklärt Matthias Maushake, Inhaber des Caldener Sprungplatzes und einer der Hauptorganisatoren der Meisterschaften. Nach etwa zwölf Minuten haben die Flugzeuge die Absprunghöhe von zumeist 4000 Metern erreicht.

Wingsuit-Fliegen liegt im Trend

Freifallspringen, Artistik und Kappenformation sind einige der Kategorien, in denen in Calden gewertet wird. Ein Höhepunkt dürfte das Wingsuit-Fliegen ab Donnerstag sein. Erfahrene Springer, die mindestens 150 Sprünge absolviert haben, starten dabei mit Flügelanzügen. Im Gleitflug zeigen sie in einer Zweier-Formation ihre Figuren. Wenn sie ihr Programm absolviert haben, gleiten die Wingsuit-Flieger ebenfalls an Fallschirmen zu Boden.

Zuschauer können vom Boden aus die Wettkämpfe verfolgen. Der Eintritt ist frei. Die Figuren, die die Springer im freien Fall zeigen, können Besucher zeitversetzt auf den Bildschirmen verfolgen. Das Fallschirmsportzentrum ist über den Eingang zur Erstaufnahmeeinrichtung zu erreichen.

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