Firmen in Calden: 100 Beschäftigte streikten

Warnstreik: Mitarbeiter der Firmen ZFL Luftfahrttechnik und Airbus Helicopters in Calden legten am Mittwoch für eine Stunde ihre Arbeit nieder. Foto: Ziemann

Calden. Die Fahnen wehten, die dunklen Wolken am Himmel verzogen sich und die Sonne kam raus als etwa 100 Beschäftigte der Betriebe ZFL Luftfahrttechnik und Airbus Helicopters in Calden vor die Firmentore traten, um am Warnstreik teilzunehmen.

Die IG Metall hatte dazu aufgerufen weil sie fünf Prozent mehr Lohn für die Arbeitnehmer in der Metall und Elektroindustrie fordert und die Arbeitgeber in den Augen der Gewerkschaft bisher kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben. „Das Wetter stimmt heute, aber nicht das Angebot, das uns die Arbeitgeber unterbreitet haben“, sagte Matthias Amme, Jugendsekretär der IG Metall Geschäftsstelle Nordhessen. „ Ich schwanke zwischen Wut und Enttäuschung.“ Die Arbeitgeber bieten zurzeit eine Entgeltsteigerung in zwei Stufen an, die sich bei einer Laufzeit von 24 Monaten auf insgesamt 2,1 Prozent summieren. Hinzu komme eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent über zwölf Monate.

Etwa 70 Beschäftigte der Firma ZFL Luftfahrttechnik und 30 Arbeitnehmer von Airbus Helicopters legten deshalb am Mittwoch ihre Arbeit für eine Stunde nieder. „Die Streikveranstaltung heute ist ein voller Erfolg“, sagte Walter Brück, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Nordhessen. „Ich bin sehr zufrieden mit der Anzahl derer, die mitmachen.“ In kleineren Firmen sei es immer etwas schwieriger die Leute „nach draußen zu bekommen“. Einige hätten persönliche Beziehungen zu den Vorgesetzen, was in größeren Firmen weniger der Fall sei.

Brück kündigte weitere Streiks auch noch nach Pfingsten an, sollte es zu keiner Einigung mit den Arbeitgebern kommen. „Das nächste Mal streiken wir mehr als einen halben Tag, dann 24 Stunden und so weiter. Die Arbeitgeber provozieren uns - das ist die Antwort darauf.“

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