50 Syrer machen auf Umstände aufmerksam

Calden: Flüchtlinge protestierten auf B 7 wegen Kälte

+

Calden. Auf der B 7 in Calden kam es am Sonntagmittag gegen 12.30 Uhr zu Verkehrsbehinderungen durch Flüchtlinge, die zurzeit in der Caldener Zeltstadt leben.

Wie Harald Merz, Sprecher des Regierungspräsidiums Kassel, jetzt auf Nachfrage mitteilte, wollten circa 50 Syrer in der Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass ihnen nicht genug warme Decken zur Verfügung stünden und ihnen zu kalt sei. Dazu liefen sie mit Decken um die Schultern gewickelt auf der Holländischen Straße bis zum Caldener Rathaus.

Die Polizei war am Sonntag von einer Verkehrsteilnehmerin von dem Vorfall informiert worden und kam wenige Minuten nach der Information am Rathaus in Calden an. „Die Situation war da schon unter Kontrolle und die Flüchtlinge nicht mehr auf der Straße“, erklärt Polizeisprecher Thorsten Werner.

Zu den Problemen mit der Kälte und den Decken sagte Harald Merz vom RP: „Das Problem ist am Sonntagabend noch gelöst worden, den Menschen in der Flüchtlingsunterkunft wurden mehr Decken gebracht. Wir versuchen unser Möglichstes, doch unser Material ist zurzeit knapp.“ Das liege daran, dass das RP mehrere Unterkünfte mit Decken und anderen Sachen ausstatten müsse. „Wir suchen im Moment im ganzen Bundesgebiet nach Material und kaufen auch in ganz Deutschland ein“, so Merz.

Lesen Sie auch:

- Kirche startet erste Hilfsaktion für Zeltstadt in Calden

- Flüchtlinge protestierten gegen Zeltlager in Schwarzenborn

- Reportage aus dem Flüchtlingscamp in Calden

- Thema Flüchtlinge: Viele wollen helfen - wir beantworten Leserfragen

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.