Asylsuchende seien Hitze, Regen und Stürmen ausgesetzt

Flüchtlinge: Schlitzberger wendet sich in offenem Brief an Bouffier

Wendet sich an den Ministerpräsidenten: Dr. Udo Schlitzberger Archivfoto: Thiele

Calden. Der frühere Landrat und Caldener Dr. Udo Schlitzberger (SPD) wendet sich wegen der Flüchtlinge auf dem alten Flugplatz Calden an Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).

In einem offenen Brief kritisiert er die Unterbringung von 1000 Asylsuchenden in Zelten und bittet Bouffier um Hilfe.

Hier finden Sie den Brief als Pdf

„Wir in Calden schwanken zwischen Mitgefühl und Sorge, wobei die Sorgen zunehmen“, schreibt Schlitzberger zur Lage in der Gemeinde. Er könne die Unterbringung der Menschen auf einem kahlen Flugfeld nicht akzeptieren. Asylsuchende und Helfer seien dort Hitze, Dauerregen und Stürmen ausgesetzt.

Daher schlägt Schlitzberger vor, Teile der ehemaligen Fritz-Erler-Kaserne in Fuldatal und leerstehende Gebäude in Beberbeck zu nutzen.

Er weist zudem darauf hin, dass die Zeltstadt auf dem Flugplatz teilweise in einer Flugsicherungszone stehe. Das widerspreche geltendem Recht.

Artikel wurde aktualisiert um 15.35 Uhr

Von Ministerpräsident Bouffier gab es am Dienstag dazu keine Reaktion. Der Brief sei offenbar noch in der Post, hieß es bei der Staatskanzlei in Wiesbaden. Bouffier werde sich das Schreiben in den nächsten Tagen ansehen und antworten.

Das für die Zeltunterkünfte zuständige Regierungspräsidium lehnte eine Stellungnahme ab, da der Brief ja direkt an Bouffier gerichtet sei.

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