HNA-Reporter am Mittwoch vor Ort

Müll rund um Zeltunterkünften: Flüchtlinge räumen in Calden auf

Calden. Nach dem Wirbel um Sicherheitskräfte vor dem Caldener Edeka-Markt wegen der Flüchtlinge bemüht sich die Gemeinde Calden, die Wogen zu glätten.

Er habe mit allen Beteiligten Gespräche geführt, sagte der Erste Beigeordnete Adolf Roß, der Bürgermeister Maik Mackewitz vertritt.

Adolf Roß

Die Emotionen in der Gemeinde Calden waren hochgeschlagen: Viele Anrufer berichteten der HNA am Dienstag von ihren Problemen durch die Flüchtlinge im Ort. Die Bandbreite reichte von langen Schlangen im Supermarkt über freche Kinder bis hin zu unangenehmen Begegnungen beim Einkaufen. Einige Anrufer drückten auch ihre Sympathie mit dem Caldener Edeka-Marktleiter Ewald Eckert aus. 

Auch Müll ist ein Reizthema im Ort: Die Flüchtlinge hinterließen oft Verpackungen am Weges- und Straßenrand. Das bestätigt auch Roß. Doch hier bahnt sich eine Lösung an: Er habe sich dafür eingesetzt, dass die Asylsuchenden künftig den Müll selbst aufsammeln.

Offenbar mit Erfolg: Man sei dabei, die Müllbeseitigung durch Flüchtlinge vom Flugplatz bis in den Ortskern zu organisieren, bestätigte Michael Conrad, Sprecher des Regierungspräsidiums (RP). Am Mittwochvormittag soll die Aktion starten.

Reporter vor Ort:

Wir sind heute in Calden, um uns ein Bild von der Situation zu verschaffen. Alles Aktuelle dazu lesen Sie bei Kassel-Live. Weitere Informationen sowie ein Video folgen im Laufe des Tages auf HNA.de.

Und auch in Bezug auf den Edeka-Markt und die Vorwürfe des Inhabers gegenüber dem RP seien „die Bemühungen groß, miteinander ins Gespräch zu kommen“, hieß es am Dienstag. Wenn das mit der Müllbeseitigung auf Dauer funktioniere, werde auch die Stimmung in Calden etwas besser, glaubt Roß. Er habe immer noch den Eindruck, dass trotz vieler Schwierigkeiten 70 Prozent der Einwohner Caldens der Flüchtlingsunterkunft positiv gegenüberstehen. Der RP habe zudem gemerkt, dass die Bewältigung der Situation „ohne die Caldener nicht geht“, sagte der Erste Beigeordnete. Alle Beteiligten müssten nun im Kontakt bleiben. Dazu gehöre es auch, unangenehme Dinge anzusprechen.

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