Land übernimmt Kosten

Wegen Caldener Flüchtlingslager: Fallschirmspringer sind weggezogen

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Fallschirmspringer von Aero

Calden. Der Umzug der Firma Aero Fallschirmsport an das südliche Ende des Caldener Flugplatzes ist in vollem Gang, der Sprungbetrieb am neuen Standort konnte bereits starten.

„Aktuell werden Tiefbauarbeiten für die öffentliche Erschließung ausgeführt“, sagt Moritz Josten, Sprecher des Hessischen Finanzministeriums. Die Arbeiten seien soweit fortgeschritten, dass das Unternehmen mit einem Übergangsbetrieb in die neue Fallschirmsprungsaison starten konnte.

Das Finanzministerium schätzt die Kosten für den Umzug auf 1,9 Millionen Euro. Weil das Unternehmen wegen der unmittelbaren Nähe zum Flüchtlingslager Probleme hatte, seine Freizeitaktivitäten wie Fallschirmsprünge zu verkaufen, übernimmt das Land die Kosten für den Umzug. Dafür gehen die frühere Gebäude von Aero an das Land und gehören somit zur Flüchtlingsunterkunft. „Es ist nicht so, dass wir das Geld für den Umzug geschenkt bekommen haben“, sagt Aero-Geschäftsführer Matthias Maushake. „Wir gaben unser Eigentum ab und bekommen dafür neue Räume.“

Eine ehemalige Flugzeughalle wird zurzeit für die Fallschirmspringer umgebaut, daneben sollen Büro- und Bistrogebäude errichtet werden, ein Abstellplatz für Wohnwagen und weitere Parkflächen sind geplant. Maushake rechnet Ende Juni mit dem Abschluss der Arbeiten. Bis dahin läuft der Fallschirmsprungbetrieb provisorisch.

Maushake ist grundsätzlich zufrieden mit der Umsiedlungslösung, erklärt er, weist aber auch auf die Schwierigkeiten hin. „Für uns ist Situation zurzeit keine einfache. Wir müssen viel umräumen und sind froh, wenn das vorbei ist. Das geht schon an die Substanz.“ Außerdem würden die Bistro-Gäste fehlen. Dieses wird erst noch gebaut.

Der Start in die Sprungsaison sei trotzdem gut gelaufen. „Die Springer haben Verständnis, dass noch nicht alles fertig ist und freuen sich auf das Endergebnis“, so Maushake.

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