Land Hessen dementiert Gerüchte

Calden: Flüchtlingslager wird Teil des neuen Gewerbeparks

Flüchtlingslager auf dem Flugplatz Archivfoto: Thiele

Calden. Das Flüchtlingslager auf dem alten Flugplatz in Calden wird Teil des neuen Gewerbeparks sein.

„Es ist derzeit nicht geplant, die Flächen der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge aus der Fläche des geplanten Gewerbeparks herauszunehmen“, sagt Ralph-Nicolas Pietzonka, Sprecher des Finanzministeriums.

Damit dementiert das Land ein Gerücht, das zuletzt die Runde machte und in Calden für Verärgerung sorgte: Die Flächen für das Flüchtlingslager seien nicht mehr Teil der Verhandlungsmasse zwischen dem Land und den drei Partnern Calden, Stadt Kassel und Kreis Kassel. Das Gelände könnte stattdessen im Besitz der Flughafen Gesellschaft bleiben, weil es dieser Pachteinnahmen sichert, so die Befürchtung. Dabei soll es es sich um eine halbe Million Euro oder mehr pro Jahr handeln.

Caldens Bürgermeister Maik Mackewitz hatte deshalb betont, dass ein Herauslösen des Flüchtlingslagers nicht im Interesse seiner Gemeinde sei. Denn mit der Erstaufnahmeinrichtung hätte der neue Gewerbepark einen ersten zahlungskräftigen Mieter.

Calden, Stadt und Kreis Kassel wollen dort auf 65 Hektar einen gemeinsamen Gewerbepark ausweisen. Die Hessische Landgesellschaft HLG wird das Gelände dazu vom Flughafen übernehmen und entwickeln. Die Verhandlungen mit Stadt Kassel und Kreis laufen noch. Eine Einigung soll es Anfang 2016 geben.

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