Keine Infos vom Land Hessen zur Planung

Flüchtlingsunterkunft: Caldens Bürgermeister verlangt Antworten

Calden. Caldens Bürgermeister Maik Mackewitz kritisiert die Informationspolitik des Landes Hessen beim Thema Erstaufnahmeeinrichtung hart.

„Seit Juni vergangenen Jahres habe ich kein einziges Schriftstück aus Wiesbaden, keine Weisungen und keine Infos zur Planung für die Zukunft des Lagers erhalten“, so der Rathauschef. Er erwarte mehr Transparenz, Verantwortung und Führung der Landesregierung im Bezug auf die Flüchtlingsunterkunft.

Denn voraussichtlich schon bald wird das Thema in der Gemeinde wieder vorherrschend sein - der Bürgermeister rechnet fest damit, dass die Aufnahmekapazitäten des Lagers erneut ausgeschöpft werden. Zurzeit sind dort wegen umfangreicher Bauarbeiten nur 20 Flüchtlinge untergebracht, in Spitzenzeiten waren es bis zu 1800.

Mackewitz will wissen, was mit dem Lager genau geplant ist und wie seine Gemeinde entlastet werden kann. „Wir müssen die Erstaufnahmeeinrichtung als Kommune mittragen, also soll das Land auch etwas dafür tun.“ Dass im vergangenen Jahr aufgrund des plötzlichen Flüchtlingsstroms vieles schnell passieren musste, dafür hat der Bürgermeister Verständnis. „Doch zurzeit ist die Lage so ruhig, da hat man alle Zeit der Welt, Dinge vorzubereiten und zu klären.“

Die Stimmung unter den Einwohnern ist derzeit verhalten, wie eine Umfrage im Ort ergab. Denn so ruhig wie zurzeit wird es in Calden bald nicht mehr sein, da sind sich Einwohner und Geschäftsleute einig. Einige rechnen auch wieder mit vermehrten Polizeieinsätzen.

„Die Polizeistation Hofgeismar wird dabei nicht allein gelassen, sondern vom Polizeipräsidium Nordhessen unterstützt“, sagt Sprecher Torsten Werner auf HNA-Anfrage. „Sollte sich an der zurzeit ruhigen Lage etwas ändern, ist das Polizeipräsidium darauf vorbereitet.“ Das betreffe auch die personelle Unterstützung in Hofgeismar.

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