Gerd Henke über die Zahlen des Flughafens

Kommentar zu den Zahlen des Flughafens Calden: "So nicht überleben"

Gerd Henke

Calden. Der Flughafen Kassel-Calden hat Bilanz gezogen: Im ersten Halbjahr 2014 sind die Flugbewegungen zwar gestiegen, die Passagierzahlen dafür aber gesunken. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Gerd Henke.

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In Kassel-Calden ist man mittlerweile mit wenig zufrieden und wenn’s nicht schlechter ist, als es mal war, atmen die Flughafenbetreiber schon vernehmlich auf. So wird bereits als Erfolg gefeiert, wenn die Passagierzahlen in diesem Jahr annähernd an die des Vorjahres heranreichen. Und wenn die einzige Fluggesellschaft vorerst nicht ihr Caldener Angebot in Frage stellt, dann ist hochtrabend von „stabiler Durchführung des Flugangebotes mit seriösen Reiseveranstaltern und Airlines“ die Rede.

Dass die Geschäftsleitung sich nicht traut, die betriebswirtschaftliche Lage mit Daten zu skizzieren, sondern stattdessen eine ferne, mit der Situation vor Ort wenig vertraute Frankfurter Agentur beauftragt, krampfhaft nach schönfärberischen Worten zu suchen, spricht Bände.

Fragt sich, wie lange sich das Land als größter Gesellschafter die Caldener Steuerversenkung noch anschauen wird und wartet, dass sich etwas zum Positiven wendet. Eigentlich müsste auch Wiesbaden klar sein, dass ein öffentlicher Flughafen mit 40 000 Passagieren nicht überleben kann. geh@hna.de

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