Warum stiegen bei Zwischenstopp fast alle aus?

Nur drei Passagiere saßen bei Flug von München nach Kassel in Maschine

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Flieger fast für sich allein: Architekturstudentin Kristina Israel, Dr. Uwe Peterseim und Jutta Hüsch (von links nach rechts) in einer Sundair-Maschine von Fuerteventura nach Kassel-Calden. Bei einem Zwischenstopp in München stiegen alle anderen Passagiere aus.

Jutta Hüsch hat den Traum vieler Flugreisender erlebt. Ganz viel Platz, keine lauten Sitznachbarn sowie eine Bordcrew fast für sich allein. Mit nur zwei anderen Passagieren kam sie in Calden an.

Die Zahnärztin ist Anfang November 2018 von Fuerteventura zurück nach Kassel-Calden geflogen. Bei einem Zwischenstopp in München stiegen fast alle Passagiere aus. Jutta Hüsch blieb im Flugzeug – und mit ihr nur noch zwei weitere Fluggäste, die letztlich zum Kassel Airport wollten. „Das war super entspannend“, berichtet Hüsch. Sie war mit einem Kollegen, der ebenfalls in der Sundair-Maschine blieb, auf einem Kongress für Zahnmedizin in Fuerteventura.

Pilot begrüßt Passagiere in München per Handschlag

In München begrüßte Flugkapitän Hendrik Münch die drei Passagiere persönlich mit einem Handschlag. Die Bordcrew musste bei der Zwischenlandung ausgetauscht werden. Sie hatte die zulässige Arbeitszeit um eine halbe Stunde überschritten. „Wir haben sogar eine neue Sicherheitseinweisung bekommen“, erzählt Hüsch. Auf dem kurzen Flug von München nach Kassel-Calden habe die neue Bordcrew die drei Passagiere dann auch mit Getränken versorgt. „Das war schon ein bisschen exklusiv“, sagt Hüsch, die nach der Landung mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis ins Zentrum von Kassel fuhr.

Umstellung vom Sommer- auf Winterflugplan in Kassel Calden

Es war jedoch kein Zufall, dass die Zahnärztin das gesamte Flugzeug fast für sich alleine hatte. Der Grund war die Umstellung vom Sommer- auf den Winterflugplan in Kassel-Calden. „Es war der erste Flug nach Fuerteventura nach der Umstellung“, erklärt Lars Ernst, der Geschäftsführer des Kassel Airport. Es habe deswegen kaum Fluggäste gegeben, die direkt zurückwollten.

Während des Sommerflugplans wurde Fuerteventura aus Kassel-Calden nicht angeflogen. Jutta Hüsch und Kollege Dr. Uwe Peterseim hatten ihren Hinflug am 24. Oktober 2018 aus Hannover angetreten.

Um den Rückflug nicht mit einer fast leeren Maschine aus Fuerteventura zu starten, wurde ein Zwischenstopp in München eingelegt. Dort stiegen rund 120 Fluggäste aus – und dann hatten Jutta Hüsch, Dr. Uwe Peterseim und die Architekturstudentin Kristina Israel viel Platz im Flieger.

Ende Oktober 2018 wurde bekannt: Die Stadt Kassel habe die 16 Mio. Euro, die sie in den Bau investierte, längst durch höhere Gewerbesteuerzahlungen von Kasseler Firmen wettgemacht, die den Airport nutzten, so Bürgermeister Christian Geselle. 

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