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Video, Fotos, Zahlen: Das ist der Sundair-Airbus für den Flughafen Kassel

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Von: Marcus Janz

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Calden. Um 6 Uhr ging es los nach Mallorca: Am Mittwoch hat Sundair den Flugbetrieb am Kassel Airport aufgenommen. Wir stellen den Airbus A320, den die Fluggesellschaft in Kassel stationiert hat, vor.

6 Mitglieder hat die Crew des Airbus. Neben Kapitän und Copilot kümmern sich vier Flugbegleiter um die Passagiere. Die erhalten an Bord je nach Reisedauer einen Snack oder eine warme Speise und natürlich Getränke.

11,76 Meter, so hoch wie vierstöckiges Haus ist der Airbus. Das Leitwerk ist wie die beiden Triebwerke grau lackiert. Der Rest ist weiß – mit Ausnahme der pinkfarbenen Wingtip Fences, kleine senkrechte Flügel an den Tragflächenspitzen. Sie erhöhen die Stabilität und senken den Verbrauch.

12 Flüge pro Woche wird die Maschine noch bis Ende Oktober ab Kassel absolvieren. Die Ziele sind Mallorca, Kreta, Gran Canaria, Fuerteventura und Ägypten. Ab 1. November gilt dann der Winterflugplan, und der Airbus startet je zweimal wöchentlich nach Teneriffa, Hurghada und Gran Canaria.

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Freuen sich, dass es endlich losgeht: Chefpilot Hendro Sasmono (von links), Flugbetriebsleiter Roland Weinrich und der für die Sundair-Basis Kassel zuständige Kapitän Stefan Pohl vor dem Airbus A320, mit dem Sundair seit Mittwoch Passagiere zu fünf Zielen im Süden fliegt. © Fischer

78 Tonnen beträgt das maximale Startgewicht des A320. Es wird von zwei Flügeln getragen, die eine Spannweite von 34,10 Meter haben. Um dieses Gewicht in die Luft zu kriegen, muss der Airbus auf eine Startgeschwindigkeit von 270 Stundenkilometer beschleunigt werden.

88 Tage lang hat Sundair einen Ersatzflugplan mit gecharterten Maschinen organisiert, denn eigentlich sollte der Airbus schon am 1. Juli seinen Dienst in Kassel aufnehmen. Für Passagiere bedeutete das teilweise Flugausfälle, Umbuchungen und Verspätungen. „Bedauerlicherweise ist hier nicht immer alles nach Plan gelaufen, wofür wir uns heute in aller Form bei unseren Kunden und Partnern entschuldigen möchten“, sagte Sundair-Geschäftsführer Marcos Rossello zum Start am Mittwoch – und dankte den Unterstützern in Kassel.

99 Millionen Euro kostet ein neuer Airbus A320 ungefähr – Listenpreis. Sundair hat die sechs Jahre alte Maschine von der brasilianischen Fluggesellschaft Latam für geschätzte 40 Mio. Euro geleast. Die Umrüstung für eine deutsche Zulassung war entsprechend aufwändig, bis hin zum Austausch aller brasilianischen Aufkleber durch Sticker in deutscher Sprache. Aber erst nachdem alle Auflagen erfüllt sind, hat das Luftfahrtbundesamt dem Flieger die Zulassung erteilt.

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Die Kabine: Die 174 Sitze sind in 29 Sechserreihen angeordnet. Auch Fluggäste mit 1,90 Meter Körpergröße stoßen sich nicht die Knie am Sitz des Vordermanns an. © Fischer

174 Sitzplätze hat der Airbus, je sechs in 29 Reihen. Damit verzichtet Sundair auf ein oder zwei zusätzliche Sitzreihen, die in einem A320-200 ebenfalls möglich wären. Das kommt der Beinfreiheit zugute: Auch Passagiere mit 1,90 Meter Körpergröße stoßen nicht mit den Knien an den Vordersitz.

840 Stundenkilometer beträgt die Reisegeschwindigkeit. Damit kann man Deutschland von Nord nach Süd, von Flensburg nach Oberstdorf innerhalb von einer Stunde überqueren.

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Blick ins Cockpit: Kapitän Thomas Etter, der auch die Sundair-Piloten trainiert, steuerte die Maschine gestern nach Gran Canaria. Durchs Fenster ist das Terminal des Flughafens Kassel zu sehen. © Fischer

3377 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Calden und dem ägyptischen Hurghada, das der Airbus derzeit genauso anfliegt wie die Kanareninseln Gran Canaria und Fuerteventura. Bei einer maximalen Reichweite von 4800 Kilometer ist es auch bei voller Beladung und schwierigen Wetterbedingungen kein Problem, das Ziel ohne Zwischenstopp zu erreichen.

Sundair bittet für Probleme um Verzeihung

Wie geplant hat die neue Fluggesellschaft Sundair am Mittwoch ihren Betrieb am Flughafen Kassel aufgenommen. Zweimal ist der Airbus A320 von Calden gestartet: am Morgen nach Mallorca, mittags nach Gran Canaria. Damit ist die fast dreimonatige Phase des Ersatzbetriebs beendet, die auch Probleme wie Verspätungen und Flugausfälle mit sich brachte. Dafür bat Sundair-Geschäftsführer Marcos Rossello die Kunden, Reisebüros und den Flughafen um Entschuldigung. „Wir freuen uns, dass wir unsere Gäste nun endlich selbst an ihr Urlaubsziel bringen können und sie so von der Sundair und unserem Service überzeugen können“. Der zweite Sundair-Airbus soll in Kürze in Berlin-Tegel stationiert werden.

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