Stationierung des Flugzeugs am Airport Kassel in Calden

Frist reicht nicht: Sundair-Airbus lässt noch auf sich warten

Calden. Die neue Fluggesellschaft Sundair kann die selbst gesetzte Frist nicht halten: Ihr Airbus A320 wird nicht bis 1. August am Flughafen Kassel stationiert.

Die Verzögerung war absehbar, nachdem die Maschine erst vorigen Freitag in Berlin angekommen war. Die Lufthansa-Werft in Schönefeld hat inzwischen mit den Umrüstarbeiten begonnen. Im Laufe der kommenden Woche sei klar, was noch gemacht werden müsse, sagt Sundair-Geschäftsführer Marcos Rossello. Erst dann könne abgeschätzt werden, wann das Luftfahrtbundesamt dem Airbus die deutsche Zulassung und Sundair die Betriebserlaubnis als Luftverkehrsgesellschaft erteilt. Dafür müsse Sundair tausende Dokumente vorlegen. Ein genaues Datum, wann der Airbus in Calden ist, wollte Rossello daher nicht nennen.

Er selbst hatte Ende Juli als Termin genannt, nachdem der 1. Juli als Beginn des Sommerflugplans nicht eingehalten werden konnte. Seitdem chartert Sundair fremde Maschinen, um trotzdem Urlaubsflüge ab Calden anzubieten. „Wir haben nicht den billigen Weg gewählt und einfach alle Flüge storniert, sondern kommen unserer Pflicht nach“, sagt Rossello. Probleme wie Stornierungen und Verspätungen „bügeln wir glatt, so gut es geht“.

Der Sundair-Chef bedauert die Verzögerung, betont aber, dass ihm die Hände gebunden seien. Sundair könne nicht einfach vom Kauf der Maschinen zurücktreten, weil sich die Übergabe verzögert. „Wir geben Vollgas, um den Flieger schnellstmöglich nach Kassel zu bringen“, sagt Rossello.

Erstmals macht er den Verkäufer, die brasilianische Latam, für die Verzögerung verantwortlich: „Wir hatten einen Puffer von zwei Monaten, aber unser Vertragspartner ist seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen.“

Deshalb habe sich der aufwändige Sechs-Jahres-Check mehrfach verzögert, für den Latam eine Werft in Abu Dhabi gewählt habe.

Rubriklistenbild: © Sundair/nh

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