93,4 Prozent stimmten für Zusammenschluss

Fusion mit Raiffeisenbank Wolfhagen: Caldener Mitglieder sagen Ja

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Mitgleider des künftigen Aufsichtsrats: (von links) Gerd Wernecke, Friedrich Rudert, Reinhard Hinz, Jutta Stoya und Michael Majcen.

Calden. Die Mitgliedervertreter der Raiffeisenbank Calden haben mit großer Mehrheit die Fusion mit der Raiffeisenbank Wolfhagen beschlossen. Das teilen die Vorstände Werner Kolle und Martin Thöne mit.

Demnach waren 93,4 Prozent der 182 anwesenden Vertreter für den Zusammenschluss. Für den Beschluss war eine Mehrheit von mindestens 75 Prozent erforderlich.

Blick nach Wolfhagen

Nun müssen am Donnerstag die Mitgliedervertreter in Wolfhagen ein Votum abgeben und die Beschlüsse im Genossenschaftsregister eingetragen werden. Die aus der Verschmelzung entstehende neue Bank wird Raiffeisenbank Hessen Nord heißen.

Struktur der neuen Bank

Der künftige Vorstand wird aus Martin Thöne, Calden, und Frank Möller, Wolfhagen, bestehen. Die noch amtierenden Vorstände Werner Kolle, Calden, und Eckhard Lenz, Wolfhagen, gehen im nächsten Jahr in den Ruhestand.

Jede Region im Aufsichtsrat

Für den zehnköpfigen Aufsichtsrat der neuen Bank wurden von den Vertretern fünf Mitglieder der Caldener Bank nominiert: Mit Jutta Stoya, Ahnatal, Friedrich Rudert, Liebenau, Gerd Wernecke, Trendelburg, Reinhard Hinz, Grebenstein und Michael Majcen, Calden, werde jede Region des bisherigen Geschäftsgebietes der Caldener im künftigen Aufsichtsrat vertreten sein. Der künftigen Versammlung der Mitgliedervertreter werden aus dem Geschäftsgebiet Calden insgesamt 194 Mitglieder angehören.

Langer Vorlauf

Vorstand Martin Thöne erläuterte den Vertretern die von Vorstand und Aufsichtsrat ausgearbeiteten Fusionsvereinbarungen: Bereits vor vier Jahren wurde zwischen beiden Banken ein Kooperationsvertrag abgeschlossen und in den Bereichen Innenrevision, Kreditbearbeitung, IT und Mitarbeiterbildung zusammengearbeitet.

Wolfhagen war zwar nicht der einzige potenzielle Fusionspartner, doch überwiegen nach Ansicht von Vorstand und Aufsichtsrat die Vorteile: Die Geschäftsgebiete grenzen aneinander, die Kunden und Mitarbeiterstrukturen seien nahezu gleich.

Sitz in Wolfhagen

Die neue Bank wird ihren Sitz in Wolfhagen haben. In der bisherigen Hauptstelle Calden würden aber weitere zentrale Abteilungen angesiedelt. Insgesamt werden 146 Mitarbeiter für die neue Bank tätig sein. Aufgrund der Fusion werde es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Auch sei es das Ziel der Bank, in jeder Gemeinde mit einem Beratungsangebot in einer Filiale präsent zu sein. In seinem Bericht zum Geschäftsjahr 2015 kritisierte Vorstandsvorsitzender Kolle die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Weder das von der EZB anvisierte Inflationsziel sei erreicht worden, noch sei man bei der Entschuldung der Krisenländer und bei der Sanierung maroder Banken vorangekommen. Stattdessen sorge das künstlich niedrige Zinsniveau für rückläufige Erträge bei Banken und Verluste bei Sparern.

Dividende bleibt

Gleichwohl habe die Raiffeisenbank Calden 2015 ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Laut Beschluss wird eine unveränderte Dividende von fünf Prozent auf Geschäftsguthaben ausgeschüttet.

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