Sonnenhüte waren sehr gefragt

Viel los zum Gartenfest-Auftakt: Zwischen Stöbern und Schattenplatz

Gartenfest Calden. Besucher im Gastronomiebereich.
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Pause mit Sonnenschutz: In den Gastronomiebereichen durften die Besucher die Masken abnehmen. Da die Sitzgelegenheiten meist unter Bäumen waren, konnte man hier gut auftanken. Auch Ehepaar Streitenberger (rechts) aus Fulda nutzte mit Freunden diese Gelegenheit.

Kühle Getränke, schattige Plätzchen und erfrischende Speisen standen beim Auftakt des Gartenfestes hoch im Kurs.

Wilhelmsthal - Von Temperaturen über 30 Grad ließen sich die Besucher am ersten Veranstaltungstag nicht abschrecken. Schon kurz nach der Eröffnung am gestrigen Donnerstag waren Hunderte im Park von Schloss Wilhelmsthal unterwegs.

„Wir sind überaus zufrieden“, sagte Charmaine Haid, Pressesprecherin des Veranstalters Evergreen. Wie viele tatsächlich am ersten Tag den Weg zur Gartenmesse fanden, konnte sie gestern zwar nicht genau sagen, aber mehrere Tausend seien es sicherlich gewesen – die Bilanz folgt. Tatsächlich strömten die ersten Gäste schon gleich nach der Eröffnung in den Park, und so blieb es bis zur Mittagszeit, als der Ansturm kurzzeitig abebbte.

Trotz der überaus guten Resonanz gab es auf dem weitläufigen Gelände keine Engpässe – sowohl auf den breiten Wegen als auch an den Ständen war Abstand-Halten kein Problem. Auch die Hitze ließ sich gut aushalten, hatten die zahlreichen Gastronomen doch meist ihre Sitzgelegenheiten unter schattenspendenden Baumgruppen aufgestellt, sodass eigentlich jeder ein kühles Plätzchen zum Verschnaufen finden konnte.

„Obwohl ich jedes Jahr zum Gartenfest komme, ist es immer wieder schön“, sagte Svetlana Henkel aus Hofgeismar, die mit ihrer Freundin an einer der Ruheoasen Pause machte. Das verpflichtende Tragen der Maske auf dem Gelände störe sie nicht, da man diese ja in der Gastrozone abnehmen dürfe. Während aus dem Hintergrund ein Brunnen plätscherte und ihr Blick zwischen der üppigen Farben der Sommerblumen und der Schlossfassade hin- und herschweifte, genoss sie eine eiskalte Schorle und einen sommerlichen Salat.

„Der Besuch hier ist immer wieder ein Urlaubstag für mich – und vielleicht komme ich sogar am Sonntag noch mal wieder“, ergänzte die 58-Jährige. Doch nicht nur wegen des Bummelns und Schlemmens war sie heute hier. Auch für ihren Garten hat sie einiges mitgenommen. Das sei derzeit gar nicht mal so einfach auszuwählen, blühe aktuell doch so vieles und spreche einen an. Mit farbenfrohen Lavendel, einer zartgelben Taglilie und einer sehenswerten Pfingstrose trat sie schließlich die Heimreise an.

Wer nicht im üppigen Pflanzenangebot stöberte, das vom Rosenstock über seltene Kräuter bis hin zu Gemüsepflänzchen reichte, der schaute sich entweder nach Dekorationen für den Außenbereich oder nach sommerlicher Kleidung um. Besonders gut kamen am Starttag Sommerhüte an.

Zu den Trends zählen nach wie vor insektenfreundliche Pflanzen und kleine Naschgärten für den städtischen Balkon. Da Grillen außerdem in ist, gibt es auch dazu einiges zu erkunden: So etwa einen sogenannten Ofyr, bei dem man am offenen Feuer auf einer Eisenplatte seine Speisen gart. Gartenmöbel, Pools, Brunnen: Vieles, was das heimische Grün schöner macht, boten die 160 Händler an, denen die gute Laune anzusehen war. „Wir sind optimistisch, dass es eine gute Messe wird – das war in Kassel eigentlich immer so“, bemerkte Louis Szijaro, der Skulpturen, Brunnen und Korbmöbel verkauft.

Geöffnet ist das Gartenfest noch bis Sonntag, täglich von 10 bis 18 Uhr. Karten gibt es an den Tageskassen oder unter gartenfestivals.de. (Tanja Temme)

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