Sprungbetrieb war beeinträchtigt

Gebäude von Fallschirmspringern werden Flüchtlingsunterkunft

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Das Luftbild zeigt die Nähe zum Flüchtlingslager: Rechts ist das Gelände von Aerosport zu sehen.

Calden. Die Firma Aero-Fallschirmsport wird im Winter ans Ende des alten Flugplatzes umgesiedelt, das bisherige Gebäude wird ans Land abgegeben und für Flüchtlinge genutzt.

Die Umsiedlung haben Land, Gemeinde Calden, RP und der Flughafen gemeinsam beschlossen. Aufgrund der Nähe zum Erstaufnahmelager in Calden war der Fallschirmsprungbetrieb von Aero beeinträchtigt.

„Ziel ist es, bis Ende des Jahres die Räumlichkeiten zur Unterbringung von Flüchtlingen und für die Verwaltung der Flüchtlingsunterkunft nutzen zu können“, erklärt Nick Pietzonka, Pressesprecher des hessischen Finanzministeriums. Seitens des RP hieß es zuvor, dass die Gebäude nur für soziale Zwecke wie die Betreuung von Kindern oder als Aufenthaltsraum genutzt werden sollen.

„Wir geben die bisherigen Räumlichkeiten ab und bauen mit gleich großer Fläche am Süd-West-Ende des Flugplatzes Richtung Ehrsten neu“, erklärt Aero-Geschäftsführer Matthias Maushake. Die Kosten dafür übernimmt das Land Hessen, „soweit Größe und Qualität des neuen Standorts nicht über die des bisherigen Standorts hinausgehen“, so das Finanzministerium.

Die bisherigen Gebäude von Aero bestehen aus einem Bistro- und Verwaltungsgebäude und einer bei der Flughafen GmbH Kassel (FGK) gemieteten Halle. Die Halle werde dem Land von der FGK gegen Geld zur Verfügung gestellt, das Bistro- und Verwaltungsgebäude geht im Gegenzug für den Neubau der Fallschirmspringer an das Land, so Pietzonka.

Die Kosten für die Umsiedlung liegen dem Finanzministerium noch nicht vor. Trotz zusätzlicher Gebäude für das Erstaufnahmelager soll die Flüchtlingsanzahl bei maximal 1500 bleiben, so das Finanzministerium.

„Eine Umsiedlung einer weiteren Firma am Flugplatz ist nicht geplant“, sagt Caldens Bürgermeister Maik Mackewitz.

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