Kreis bekommt künftig 712,07 Euro pro Monat für jeden Flüchtling

Geld vom Bund: 1,6 Mio. Euro mehr für Flüchtlinge im Landkreis Kassel

Kreis Kassel. Für die Unterbringung von Flüchtlingen erhält der Landkreis Kassel zusätzliches Geld vom Bund. Wie Sprecher Harald Kühlborn bestätigte, rechnet man aktuell mit knapp 1,6 Millionen Euro.

Insgesamt fließen rund 37 Millionen Euro nach Hessen, erklärte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) am Mittwoch. Grüttner sieht die Aufstockung der Mittel als Ergebnis seiner beharrlicher Forderungen nach einer besseren finanziellen Ausstattung durch den Bund.

Für den Landkreis Kassel bedeutet die Finanzspritze, dass sich die Differenz zwischen den tatsächlichen Kosten pro Flüchtling und der Summe, die erstattet wird, spürbar verringert. Für jeden der gegenwärtig 1200 Flüchtlinge erhält der Kreis laut Kühlborn künftig 712,07 Euro pro Monat und damit 110,60 Euro mehr als bisher. Gleichwohl lege man bei der Unterbringung weiterhin drauf. Die tatsächlichen Kosten pro Flüchtling liegen nach den Berechnungen der Kreisverwaltung bei monatlich 850 Euro.

Sozialminister Grüttner erklärte, dass die Flüchtlingsproblematik angesichts weiter steigender Zahlen nur gemeinsam von Bund, Ländern und Kommunen bewältigt werden könne. Nach Angaben des Ministers wird weiter geprüft, ob die frühere Kaserne der Bereitschaftspolizei in Kassel-Niederzwehren zu einer Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert wird.

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