Nach wie vor keine heiße Spur

Getötete Caldenerin: Suche nach Brille war ergebnislos

Polizeieinsatz im Meimbressen im Februar: Dabei verteilte die Polizei Handzettel.

Calden. Die Hoffnung, dass der tödliche Verkehrsunfall der 52-jährigen Ellen L. aufgeklärt wird, ist in Ehrsten weiter groß. Doch die Bilanz der Polizei fällt zwei Monate nach der Tat ernüchternd aus: „Es gibt keine heiße Spur“, sagt Polizeisprecher Jürgen Wolf.

Am 14. Februar war die Frau aus Ehrsten tot in einem Graben an einem Feldweg zwischen Westuffeln und Meimbressen gefunden worden. Laut Obduktion war sie angefahren, dabei tödlich verletzt und dort abgelegt worden. Der Vorfall sei nach wie vor Thema im Ort, sagt Ehrstens Ortsvorsteher Axel Träger.

Die Einwohner hofften immer noch auf eine Aufklärung und es herrsche Unverständnis, wie der Täter so abgebrüht handeln konnte. Die Polizei hatte in den vergangenen Wochen erhebliche Anstrengungen unternommen, den Fall zu lösen: Die umliegenden Straßen wurden abgesucht, Plakate aufgehängt, Fotos des Opfers veröffentlicht. Zuletzt hatte die Polizei über die Brille von Ellen L. versucht, an Hinweise auf Täter oder Unfallort zu kommen. Denn die Sehhilfe lag nicht bei der toten Frau, obwohl sie diese ständig trug.

Doch Hinweise dazu sind weiter Mangelware: „Kein Mensch hat die Brille gesehen oder gefunden“, sagt Polizeisprecher Wolf. Er betont, dass es noch genug Ermittlungsarbeit gebe: Beispielsweise habe es Hinweise auf abgemeldete oder beschädigte Autos gegeben. Diesen gingen die Ermittler weiter nach. Allerdings hat die Polizei momentan nichts, was sie noch veröffentlichen könnte, um neue Hinweise aus der Bevölkerung zu bekommen. Was nun als Möglichkeit noch bleibt, ist, dass sich bei der Abarbeitung der Hinweise noch eine Spur ergibt oder sich doch noch ein Zeuge meldet.

Hinweise nimmt die Polizei unter 0561/9104444. entgegen.

Archiv-Fotos

Frauenleiche bei Meimbressen gefunden

Archiv-Video

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