Ungewöhnliche Würste sind der Renner

Gummibärchen in der Wurst: Fleischerei in Calden mischt Süßigkeiten in die Ware

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Gummibärchen-Bratwurst ist der Renner: Thomas Koch, Inhaber der Landfleischerei Koch in Calden, und seine Tochter, Juniorchefin Katharina Koch, probieren gern neue Wurstvariationen aus.

Calden. Prosecco, Honig, Nüsse, Gorgonzola und Gummibärchen: Bei diesen Lebensmitteln kommt wohl niemand sofort darauf, dass es sich um Zutaten für Bratwürste handelt.

Doch in der Landfleischerei Koch in Calden sind ungewöhnliche Würste zurzeit der Renner.

Bei den Kunden besonders beliebt: die Gummibärchen-Bratwurst.

„Ein Kind hatte sich diese ausgefallene Sorte gewünscht“, erklärt Juniorchefin Katharina Koch (29). „Wir haben sie dann erst einmal hergestellt und hier bei uns im Team probiert - und finden sie wirklich lecker.“ Die süß-herzhafte Wurst sei sogar so beliebt, dass sie nun auch in Serie produziert werde und damit immer erhältlich sei. „Wir verkaufen jede Woche doppelt so viele, wie in der Woche zuvor“, so Koch.

Andere Sorten, wie Spinat-Gorgonzola-Bratwurst, Prosecco-Wurst und Honig-Nuss-Wurst werden dagegen immer frisch nach Wunsch des Kunden zubereitet. Das geht vor allem freitags und samstags in der Grillsaison. An diesen Tagen können sich Kunden ihre individuelle Wunschbratwurst in Calden herstellen lassen. Diese wird dann in der Fleischerei vor den Augen der Wurstliebhaber zusammengestellt.

Das lässt Spielraum: „Viele Zutaten haben wir da, wer aber auch selbst Ideen hat, kann bei uns gerne nachfragen, ob es möglich ist, sie umzusetzen“, sagt die Juniorchefin. Zum Beispiel habe eine Kundin eigene Kräuter aus ihrem Garten mitgebracht, die dann mit in die Wurst kamen.

Damit es für die Kunden geschmacklich keine bösen Überraschungen gibt, werden sie bei Bedarf beraten. „Wir sagen, wenn bestimmte Zutaten gar nicht zusammenpassen. Grundsätzlich kann man bei uns aber alles bekommen.“ Besonders gut passten süße Komponenten wie Äpfel und Honig zur herzhaften Wurst.

Eine wirkliche Konkurrenz für die konventionelle Bratwurst sind die Würste mit Prosecco oder Gummibären nicht. „Den Klassiker wollen die Kunden immer, in Nordhessen verkauft sich Bratwurst von selbst“, sagt Koch.

Neben der Interesse an den ausgefallenen Bratwurst-Zutaten gefalle es den Kunden gut, wenn sie dabei zusehen können, wie ihre Wurst frisch zubereitet wird. „Transparenz ist sehr wichtig. Ich selbst würde auch wissen wollen, wie meine Wurst hergestellt wird und was drin ist.“

Die Fleischerei Koch ist bekannt für ihre Kreativität. Im Jahr 2014 entwickelte Thomas Koch, Inhaber des Betriebs, zusammen mit seiner Tochter Katharina zum Beispiel die Idee zum ersten Wurstautomaten Nordhessens.

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