Hilfe für Flüchtlinge: 350 Kartons mit Kleiderspenden

Versorgten Flüchtlinge bei der Ankunft: Lena Buchholzer (von links), Jantina Manns und Anette Hildebrandt von der DRK-Ortsvereinigung Reichensachsen im Kreisverband Werra-Meißner vor drei Wochen bei der Einrichtung der Zeltstadt auf dem Caldener Flugplatz. Mittlerweile sind beim DRK viele Spenden eingegangen, die von Helfern gesichtet und sortiert werden. Archivfoto: Temme

Calden. Die Spendenbereitschaft für Flüchtlinge, die in der Zeltstadt in Calden untergebracht sind, ist enorm. Das zeigen Nachfragen beim Deutschen Roten Kreuz und Regierungspräsidium.

„350 Umzugskartons mit Kleidung sind schon in der Flüchtlingsunterkunft angekommen“, sagt Michael Wehmeyer, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Hofgeismar. „Und jeden Tag werden noch mehr Sachen abgegeben - meist von Menschen aus Calden und den umliegenden Orten, die gezielt Flüchtlingen helfen wollen.“

Die Sachen werden dann von ehrenamtlichen Helfern sortiert und an die Asylsuchenden ausgegeben. Gespendet werden neben Kleidung unter anderem Spielzeugpuppen, Fußbälle, Stofftiere und Bettwäsche. „Wir können aber nicht alles gebrauchen“, sagt Wehmeyer. „Puzzles zum Beispiel kennen die Kinder nicht und können wenig damit anfangen.“

Beim Regierungspräsidium Kassel haben sich bisher 85 Menschen mit Hilfsangeboten gemeldet. Das RP hatte extra eine E-Mail-Adresse als Kontaktmöglichkeit eingerichtet. Viele wollen Kleidung und Spielzeug abgeben. Daneben will sich eine sogenannte Freifunk-Community für freies Internet (Wlan) in der Zeltstadt einsetzen. Von den gemeldeten Sachen war zuletzt noch nichts bei den Asylsuchenden angekommen.

„Der Grund ist, dass die Spender und die Sachen, die sie abgeben wollen, erst in einer Liste zusammengefasst werden“, sagte RP-Sprecher Michael Conrad. „So können wir uns einen Überblick schaffen.“ Wenn alles erfasst ist, sind die Probleme aber nicht gelöst: „Angenommen es sind drei Fahrräder auf der Liste - es ist schwierig drei Kindern ein Rad zu geben und den anderen nicht“, erklärt Conrad.

Eine Strategie, wie die Sachen verteilt werden, gibt es demnach noch nicht. Für die Verteilung der Spenden ist das RP nicht zuständig. Man helfe aber, Strukturen zu schaffen - beispielsweise durch die Einrichtung der E-Mail-Adresse. (tzi)

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