Hubschrauber sind sein Spezialgebiet

Auf dem Hubschrauber: Dominik Heidenreich wartet Helicopter bei der Firma Airbus in Calden. Für seine Ausbildung ist er von Bielefeld nach Burguffeln gezogen. Foto: Frangenberg

Calden. Dass er keinen normalen Bürojob haben wollte, war dem 24-jährigen Dominik Heidenreich schon in seiner Jugend klar. Der gebürtige Bielefelder ist für seine Ausbildung als Fluggerätemechaniker bei Airbus Helicopters in Calden nach Burguffeln gezogen.

Im Prüfungsjahrgang 2015 ist er von der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg als Landesbester in seinem Ausbildungsberuf geehrt worden. Die Wartung von Hubschraubern ist sein Spezialgebiet.

„Ich wollte schon immer raus in die Praxis und auch in den Flugbetrieb“, sagt Heidenreich, der nach der Ausbildung von Airbus übernommen wurde. Bei den Wartungsflügen dabei zu sein, ist für ihn das Beste an seinem Beruf.

„Ich war schon immer luftfahrtbegeistert, habe ein Praktikum am Flughafen gemacht und bin selber Segel- und Motorflieger“, sagt Heidenreich.

Ein totaler Technikfreak müsse man für die Ausbildung als Fluggerätemechaniker aber nicht sein. Fingerfertigkeit sei gefragt. „Und die sollte schon über die Fähigkeit, ein Ikea-Regal aufzubauen, hinausgehen“, sagt Heidenreich lachend. Für ihn ist es der tollste Moment, wenn ein Helikopter, der komplett zerlegt werden musste, wieder fliegen kann. „Das Ergebnis zu sehen, ist toll“, sagt er.

Am Standort von Airbus in Calden werden die Maschinen von großen und auch internationalen Kunden gewartet. „An einem Hubschrauber arbeiten bei Wartungen im Durchschnitt drei Mechaniker gleichzeitig, bei größeren Modellen zehn Kollegen oder mehr“, so Heidenreich.

Ausbildungsleiter Thorsten Knorr weiß, wie schwierig es ist, Auszubildende in diesem Berufsfeld zu finden. „Obwohl wir Bewerbungen aus Griechenland, Spanien und ganz Deutschland haben, ist dieser Beruf selten“, erklärt er.

Wie Dominik Heidenreich ziehen viele für die Ausbildung von weit her in die Region. Auch im kommenden Jahr bildet Airbus in Calden wieder aus. Ein Fluggerätemechaniker und ein Fluggeräteelektriker werden noch gesucht.

Hintergrund:  Fluggerätmechaniker (Fachrichtung Instandhaltung) warten Luftfahrzeuge, bei Airbus Helicopters ausschließlich Hubschrauber. Sie arbeiten in Wartungswerkstätten von kommerziellen Betreibern, Polizei oder Luftrettungsdiensten und Stützpunkten der Bundeswehr. Für die dreieinhalbjährige Ausbildung sind wichtig: technisches Verständnis und handwerkliches Geschick. In den Schulfächern Deutsch, Englisch, Mathe und Physik sollten die Noten bei „Gut“ liegen. Das Gehalt erhöht sich je Ausbildungsjahr und liegt zwischen 880 und 1050 Euro.

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