Impfungen für Jugendliche laufe dafür gut

Impfzahlen im Sinkflug: Wenige Erstimpfungen bei Hausärzten und in Calden

Das Impfzentrum in Calden von außen
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Die Impfzahlen gehen zurück.

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen zeigt sich auch in der Region die bundesweite Impfmüdigkeit.

Kreisteil Hofgeismar - „Die Zahl der Impfungen ist im Impfzentrum Calden stark zurückgegangen, während uns die Leute vor sechs Wochen noch die Bude eingerannt haben“, erklärt Kreissprecher Harald Kühlborn. Während die Zahl der Impflinge zu Spitzenzeiten immer weit über 1000 lag – am 12.

Juli war der Höchststand mit 1653 Impfungen erreicht – kamen in den vergangenen Tagen weniger als 300 nach Calden. Und das, obwohl inzwischen jeder Impfwillige ohne Termin kommen kann. Gut laufe dafür das Angebot der Impfungen für Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren. Auch das ist ohne Terminvereinbarung möglich, da an allen Tagen Kinder- und Jugendärzte für Beratungsgespräche vor Ort seien.

In der Trendelburger Gemeinschaftspraxis Dr. Schmidt und Dr. Lück verabreiche man momentan keine Erstimpfungen mehr. „Das liegt aber daran, dass wir mit dem Impfen relativ flott waren und ein paar Impf-Aktionstage angeboten haben, die die Leute genutzt haben“, sagt Dr. Christoph Schmidt auf Anfrage unserer Zeitung. Von Kollegen höre er häufig, dass eine gewisse Impfmüdigkeit bei den Menschen herrsche, die Nachfrage in den Praxen sei deutlich zurückgegangen. „Es gibt immer noch die Unentschlossenen und die Gegner. Es wäre extrem schade, wenn die Impfquote nicht noch weiter steigt“, betont Schmidt.

Von Impfmüdigkeit will man in der Praxis Dr. Münch in Immenhausen noch nicht reden. „Wir sprechen unsere Patienten auch gezielt an. Da zeigt sich ab und an, dass manche noch nicht mitbekommen haben, dass es keine Priorisierung mehr gibt“, sagt Simone Hengel, medizinische Fachangestellte. Allerdings bekämen wesentlich weniger Menschen ihre Erstimpfung, Anfragen kämen trotzdem noch. Wer es mit der Impfung eilig hätte, den schicke man ins Impfzentrum nach Calden. Aber es gebe auch Impfwillige, die lieber den Termin beim Hausarzt nehmen würden. (Bea Ricken und Nela Müller)

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