Erster Praxistag mit Zusatzschichten

Impfzentrum Calden: Schutz für 600 Ärzte und Mitarbeiter

Aufnahme: Hans-Jürgen Richter wird von Janine Bossecker in Empfang genommen.
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Warten auf den Aufruf: In der Wartehalle des Impfzentrums finden bis zu 80 Menschen Platz. Beim Praxistag blieben viele Plätze frei. Die Organisation lief reibungslos, es gab keine Schlangen oder Gedränge. 

Hans-Jürgen Richter zeigt sich angenehm überrascht. „Ich staune über den zügigen und gut organisierten Ablauf“, sagt der Zahnarzt aus Vellmar im Impfzentrum Calden.

Calden – Der 61-Jährige war anlässlich der vom Land Hessen initiierten Praxistage ins Impfzentrum nach Calden gekommen. Damit war er einer von insgesamt 600 Ärzten und medizinischen Fachpersonal, die am Samstag und Sonntag dort ihren Schutz gegen das Coronavirus erhielten. Mit den bereits vergebenen Terminen für Senioren wurden in Calden am Wochenende etwa 750 Menschen geimpft.

Gut vorbereitet

Die große Zahl der Impfwilligen stellte laut Organisator Marc Schölzel eine besondere Herausforderung für das Impfzentrum des Landkreises dar. Eine, auf die man indes bestens vorbereitet war. Mit mehr Personal, zusätzlichen Schichten und einem ausgeklügelten Einbahn-System, das einen reibungslosen Ablauf garantierte.

Und das ganz ohne lange Warteschlangen vor oder Gedränge im Impfzentrum. Ganz im Gegenteil. Im bestuhlten Wartesaal, in dem bis zu 80 Personen Platz finden, sind nur wenige Plätze belegt. „Wenn die Impfwilligen hier dicht gedrängt sitzen, sich mehrfach begegnen oder gar in langen Schlangen vor den einzelnen Kabinen warten müssten, hätten wir wohl etwas falsch gemacht“, gibt Schölzel zu bedenken. Er betont: „Wir sind stolz darauf, dass alles so reibungslos funktioniert.“

Impfdurchgang dauert 30 Minuten

Großes Lob zollte er auch den 50 Mitarbeitern, die sich pro Schicht um die Besucher kümmern. Von der Aufnahme der Daten über den Fieberscan bis hin zur Impfung und der daran anschließenden Betreuung sei man an jeder Station beim rund 30-minütigen Aufenthalt in dem Impfzentrum bestens aufgehoben.

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Dies bestätigt Miriam Bernhardt. „Die Impfung war eine super Sache. Die Gelegenheit habe ich gern genutzt und fühle mich jetzt richtig erleichtert“, sagt die Fachangestellte der Kinderarztpraxis Bleckmann in Baunatal. „Weil auch viele Kolleginnen mit dabei waren, hat es besondere Freude gemacht.“

Ab 8. März Impfungen für Lehrer und Kita-Mitarbeiter

Ähnliche Erfahrung können ab dem 8. März Lehrkräfte aus Grund- und Förderschulen sowie das Personal in der Kindertagesbetreuung im Landkreis machen. Sie sind ebenfalls in die zweite Impfgruppe aufgerückt und erhalten eine frühzeitige Impfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca. (Martina Sommerlade)

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