Nur ein kurzer Weg zum ersten Pieks

In Calden erste Corona-Impfungen im Kreisteil Hofgeismar

Start der Impfung im Kreisteil Hofgeismar: Menetatis-Mitarbeiterin Jessica Leismann wird von Medizinstudentin Antonia Friedrich geimpft. Ihr Vater Dr. Alexander Friedrich (Niestetal/rechts) hat das Vorbereitungsgespräch geführt hat.
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Start der Impfung im Kreisteil Hofgeismar: Menetatis-Mitarbeiterin Jessica Leismann wird von Medizinstudentin Antonia Friedrich geimpft. Ihr Vater Dr. Alexander Friedrich (Niestetal/rechts) hat das Vorbereitungsgespräch geführt hat.

Einen ganz kurzen Weg hatte das mobile Team des Kreises, das am Dienstag Mitarbeiter und Bewohner des Menetatis-Seniorenzentrums in Calden gegen Corona impfte.

Calden - Treffpunkt für die elfköpfigen Teams ist an jedem Morgen das Impfzentrum auf dem alten Flugplatz in Calden. Von dort sind es nur wenige hundert Meter zu der Einrichtung, in der die Impfungen im Kreisteil Hofgeismar begannen.

Bevor die Teams starten, werden die Mitarbeiter an jedem Morgen getestet. „Das ist das A und O, dass wir nicht beim Impfen etwas in das Haus reinbringen“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Andreas Siebert.

Noch keine Regelbelieferung

Genaue Angaben, wie viele Personen jeweils in den nächsten Tagen geimpft werden können, seien noch nicht möglich. „Der Kreis nimmt das Maximun an Impfdosen ab, das das Land anbietet“, erklärt Siebert. Denn noch gebe es keine Regelbelieferung.

Dann muss geklärt werden, wie die zur Verfügung stehenden Mengen eingesetzt werden. Denn auch in den Heimen sind Vorbereitungen notwendig. Das Wichtigste seien die Einverständniserklärungen. Wenn die für eine möglichst große Zahl der Bewohner vorliegen, könne ein Impfteam kommen. In dem Caldener Haus der Menetatis-Gruppe lief das reibungslos, ergänzte der Gesundheitsdezernent. Mitarbeiter des Impfteams wählen die Einrichtungen aus.

Große Häuser müssen noch warten

Kurz vor Weihnachten hatten die Mitarbeiter die Bewohner informiert und sich die Einverständniserklärungen geben lassen, sagte Heimleiterin Monika Bienecker. Bei Bewohnern, bei denen das notwendig war, wurden Angehörige oder Betreuer hinzugezogen. Auch das habe – trotz der Festvorbereitungen – zügig geklappt. So konnten die Impfungen bei Menetatis in Calden schnell beginnen. Große Einrichtungen müssten noch warten, sagte Siebert. Denn für sie stehe derzeit noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung. Wichtig sei auch die Zusammenarbeit mit den Hausärzten, die die Bewohner kennen.

Diana Siebert vom Team des Impfzentrums mit Spritzen, die sie in die Behandlungsräume bringt.

Hausleiterin Bienecker freut sich über die große Bereitschaft. Fast alle Bewohner ließen sich impfen und auch mehr als die Hälfte der Mitarbeiter. In den ersten Tagen lag die Impfrate bei ben Beschäftigten bei etwa 40 Prozent, sagte Siebert. Der Gesundheitsdezernent unterstreicht, dass das Impfen auf freiwilliger Basis erfolge: nur mit Zustimmung der Bewohner oder der Betreuer.

Monika Bienecker hofft, dass das Haus nach dem zweiten Impfdurchgang in drei Wochen möglichst bald wieder zu normalem Betrieb übergehen und für Besuchr wie auch für Veranstaltungen öffnen kann. In Calden ist das Team in zwei Gruppen im Einsatz. In zwei Räumen werden Bewohner und Mitarbeiter geimpft. Zuvor führt ein Arzt ein Gespräch – und auch danach achten die Team-Mitarbeiter auf mögliche Nebenwirkungen oder Reaktionen.

Medizinstudentin Antonia Friedrich ist am zweiten Tag im Team dabei. Die junge Frau aus Niestetal-Heiligenrode ist gemeinsam mit ihrem Vater unterwegs. Dr. Alexander Friedrich hat eine Praxis in Niestetal. Er führt das vorbereitende Gespräch, anschließend impft seine Tochter. Für sie „ist es ein gutes Gefühl“, gegen Corona helfen zu können. Die beiden sind eingesprungen, weil ein Kollege ausgefallen war. (Bernd Schünemann)

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