Impfstoff ab Samstag wieder im Einsatz

In Calden geht es weiter mit Astrazeneca

Menschen stehen im Impfzentrum in Calden und warten auf ihre Impfung.
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Das Impfzentrum in Calden: Nachdem die Impfung mit Astrazeneca vorübergehend eingestellt war, wird dort ab Samstag wieder mit dem Impfstoff gearbeitet.

Ab Samstag setzt der Landkreis die Impfungen im Impfzentrum Calden mit Astrazeneca fort, nachdem der Wirkstoff von der Europäischen Arzneimittel-Agentur wieder freigegeben wurde.

Calden - Der Stopp für den Impfstoff war am Montagnachmittag aus Berlin gekommen. Für die etwa 6000 Betroffenen sollen möglichst schnell neue Impftermine vergeben werden, erklärte Kreissprecher Harald Kühlborn.

Für die, die ab heute Termine haben und sich impfen lassen wollen, ändere sich dagegen nichts, ergänzte der Sprecher des Landkreises. Ihre Termine können wie geplant stattfinden.

Auch für die Lehrkräfte sowie Nachzüglern aus den Praxistagen, deren Impfungen in den vergangenen Tagen ausgefallen sind, sollen möglichst bald neue Termine angeboten werden.

Bis Karfreitag genügend Impfstoff

Für die Impfungen, die bis zum Karfreitag vergeben sind, stehe genügend Material zur Verfügung, sagte Kühlborn. Das gelte für die Erst- wie auch für die Zweitimpfung.

Sorgen bereite derweil die weitere Versorgung mit Impfstoff. „Wir hoffen, dass es nach Ostern weitergeht“, unterstrich Kühlborn. Außerdem sollte „zwingend“ mehr geimpft werden. Noch sei aber die weitere Versorgung nach den Osterfeiertagen nicht klar. Bis Karfreitag ständen die Impfstoffe von Biontech und Astrazeneca in der notwendigen Menge zur Verfügung. Der Kreis hoffe aber noch zusätzliche Lieferungen des Moderna-Impfstoffs.

Weitere Versorgung noch nicht gesichert

Auch die Versorgung der über 80-Jährigen, die zuhause geimpft werden müssten, sei noch nicht geklärt. Der Kreis habe dazu etwa 2175 Daten vom Land bekommen. Für die betroffenen Senioren stehe aber noch kein Impfstoff zur Verfügung. Das gelte ebenso für die Bewohner und Mitarbeiter der Baunataler Diakonie sowie anderer Einrichtungen im Landkreis Kassel, die Menschen mit Behinderung betreuen. Das seien insgesamt weitere 4500 Menschen. Auch sie warteten auf einen Impftermin.

Und schließlich sei auch die Versorgung der Pilotpraxen noch nicht geklärt, sagte der Kreissprecher. Denn auch für die Hausarztpraxen, in denen die Impfung durch niedergelassene Ärzte anlaufen solle, stehe noch kein Impfstoff bereit. Dabei „bestellt der Kreis alles, was im Angebot ist“, ergänzte Kühlborn.

Die Arbeit im Impfzentrum laufe gut. Dort habe es auch keine Personalprobleme gegeben, erklärte der Kreissprecher weiter. Dort sind auch Bundeswehrsoldaten im Einsatz. (Bernd Schünemann)

Neue Impftermine

Für die ausgefallenen Termine werden neue vergeben. „Wir melden uns per E-Mail“, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn. Das gelte für die vom Kreis abgesagten Termine. Personen, deren Termine mit dem Impfstoff Astrazeneca von Montag bis Freitag über die zentrale Impfterminvergabe des Landes vergeben worden waren, haben vom Land Hessen eine Absage bekommen. „Sie erhalten auf dem gleichen Weg vom Land Hessen neue Termine“, erklärte der Sprecher. (bea/ber)

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