Andreas Dinges

Interview mit Caldens Bürgermeister: „Ehrlichkeit kann Kopf kosten“

Geschenke von den Mitarbeitern: Einen Gutschein für einen Ballonflug und einen überdimensionalen Stift erhielt Bürgermeister Andreas Dinges zum Abschied von den Rathausmitarbeitern. Beides wird zu Hause einen Ehrenplatz bekommen.

Calden. Am Freitag endet in Calden die Amtszeit von Andreas Dinges. Wir sprachen mit dem scheidenden Bürgermeister.

Herr Dinges, führen wir heute ein ehrliches oder ein politisches Interview? 

Dinges: Ich bin für ein ehrliches, das entspricht mir mehr.

Kann man als Politiker überhaupt ehrlich sein? 

Dinges: Ich denke schon. Auch wenn einem Ehrlichkeit den Kopf kosten kann.

Sie spielen auf die Kürzung der Sportförderung an, die sie kurz vor der Wahl in die Diskussion warfen. Das hat ihnen das Genick gebrochen, oder? 

Dinges: Natürlich. Man kann zwar Probleme klein reden, aber in Wirklichkeit werden sie dadurch nicht kleiner.

Das Haushaltsloch bleibt und 20 Millionen Euro Schulden auch. 

Dinges: Ja. 250 000 Euro fehlen im Haushalt. Bei den Schulden sagen die einen 22 Millionen, ich sage 18 Millionen, weil ich nicht in Anspruch genommene Ausgaben und Darlehen dagegenrechne.

Dennoch ist Calden finanziell hoch belastet. Ist der Flughafen schuld? 

Dinges: Der kostet natürlich. Zumindest seit Einführung des doppischen Haushaltes - rückwirkend auf 2009 - sieht man, was Abschreibungen und Zinsen auf den Flughafen bezogen wirklich ausmachen. (mrß)

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