Auch Zierenberg und Ahnatal werden schnell erreicht

Neue Rettungswache in Ehrsten ermöglicht Johannitern schnelle Hilfe

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Noch provisorisch, im Herbst fest etabliert: An der Meimbresser Straße entsteht die neue Rettungswache der Johanniter. Klappt alles wie geplant, stehen die neuen Gebäude im Oktober. Bis dahin nutzen die Einsatzkräfte behelfsmäßig sieben Container.

Calden. Im Notfall geht es um Minuten, manchmal gar Sekunden: Um schneller Einsatzorte in der Region zu erreichen, betreiben der die Johanniter eine neue Wache im Caldener Ortsteil Ehrsten.

Von hier erreichen die Mitarbeiter des Regionalverbands Kurhessen nicht nur die Ortsteile der Flughafengemeinde, sondern auch Zierenberg und Teile Ahnatals in kürzester Zeit. Alle fünf Jahre muss der Bedarf an Rettungsdiensten neu berechnet werden. 2016 kam dabei heraus, dass die Einhaltung der Hilfsfrist verbessert werden muss.

Das Gesetz in Hessen sieht vor, dass in 90 Prozent aller Fälle maximal zehn Minuten zwischen Eingang der Notfallmeldung in der Leitstelle und dem Eintreffen am Notfallort liegen dürfen. „Wir haben uns für den Standort Calden entschieden, weil wir von hier aus alle Kreisteile gut erreichen und so flexibel je nach Einsatzlage reagieren können“, sagt Jürgen Barchfeld, zuständiger Mitarbeiter für den Rettungsdienst bei der Feuerwehr Kassel.

Der Standort selbst sieht derzeit noch eher nach Baustelle aus. Doch in den sieben Containern ist alles untergebracht. was eine einsatzbereite Wache benötigt. Dazu zählen ein Aufenthaltsraum, Sanitäranlagen, Materiallager und zwei Ruheräume für den Nachtdienst. 

Zwölf Mitarbeiter sind am Standort an der Meimbresser Straße eingeteilt, für sie wurden extra neue Stellen geschaffen. Zudem sind zwei Einsatzfahrzeuge dort stationiert.

Was derzeit noch behelfsmäßig wird, hat eine Zukunft. Man warte beinahe täglich auf die Baugenehmigung für die neue Wache, sagt Benjamin Krause, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe. Läuft alles gut, kann der Neubau an gleicher Stelle schon im Oktober in Betrieb genommen werden. 

Einschränkungen erwartet er nicht. „Die Container sind bewusst so platziert, dass drumherum gebaut werden kann“, sagt er. 312 Quadratmetern werden sich die Johanniter zukünftig einrichten.

„Wir wurden hier wirklich mit offenen Armen empfangen“, beschreibt Krause die Phase, nachdem die Johanniter den Zuschlag bekommen hatten.

Bei der Suche nach einem passenden Grundstück habe es viel Unterstützung gegeben, in der jetzigen Übergangsphase helfe die Ehrstener Feuerwehr, indem sie ihre Waschhalle für Reinigung und Desinfektion zur Verfügung stelle.

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